Geschossflächenzahl

BegriffDefinition
Geschossflächenzahl

Die Geschossflächenzahl, kurz GFZ, ist das Verhältnis zwischen der Gesamtnutzfläche, die ein Gebäude hat oder haben darf und der Gesamtfläche des Grundstücks, auf dem das Gebäude steht. Das Verhältnis wird bestimmt, indem die Gesamt- oder Bruttogeschossfläche des Gebäudes durch die Bruttofläche des Grundstücks geteilt wird. Ein höheres Verhältnis bei der Geschossflächenzahl weist eher auf einen dichten oder städtischen Bau hin.

Die GFZ berücksichtigt die gesamte Grundfläche eines Gebäudes, also jedes einzelne Stockwerk und nicht nur die Grundfläche des Gebäudes. Ausgenommen von der Quadratmeterzahlberechnung sind unbewohnbare Bereiche wie Keller, Parkhäuser, Treppen und Aufzugsschächte. Gebäude mit einer unterschiedlichen Anzahl von Stockwerken können denselben GFZ-Wert haben.

Die Geschossflächenzahl wird wahrscheinlich in der Zukunft stark variieren, weil die Bevölkerungsdynamik, die Wachstumsmuster in den Ballungsgebieten und die Bautätigkeiten im Allgemeinen Schwankungen unterliegen. Und auch weil das Grundstücks, auf dem sich ein Gebäude befindet, unterschiedlich genutzt wird. So weisen Industrie-, Wohn-, Gewerbe-, Landwirtschafts- und nicht landwirtschaftliche Gebäude unterschiedliche Bebauungsfaktoren auf, sodass sie typischerweise ebenfalls unterschiedliche GFZ’s aufweisen.

Eine niedrige GFZ ist im allgemeinen ein deutliches Warnzeichen für die Konjunktur in der Baubranche. Viele Branchen, vor allem die Immobilienbranche, streben nach einen hohen GFZ, um Raum- und Landressourcen zu erschließen. Ein erhöhte GFZ ermöglicht es einem Bauentwickler, mehr Bauprojekte abzuschließen, was unweigerlich zu höheren Umsätzen und einem größeren Angebot zur Deckung der Nachfrage führt.

Die Regierung hat Vorschriften und Beschränkungen zur Geschossflächenzahl in der Baunutzungsverordnung § 20 BauNVO festgelegt.

 

Synonyme: GFZ

Hausbauberater -  Unabhängige Bauherrenberatung | Begleitung bei Planung und Hausbau | Unterstützung bei Konflikten am Bau