Ankerbalkenbauweise

BegriffDefinition
Ankerbalkenbauweise

Die Ankerbalkenbauweise ist eine traditionelle Bauweise, die im Mittelalter entwickelt wurde. Ein Ankerbalkenfundament ist eine Art Fundament, das in vielen älteren Häusern und häufig in Fachwerkhäusern zu finden ist. Hier werden die sogenannten Ankerbalken mit zwei Binderbalken, ein Gebinde, miteinander verankert. Binderbalken sind zwei gegenüberliegende Balken, die miteinander verbunden sind. Das Gebinde wird in den Ankerbalken gesteckt und mit einem Holznagel gesichert.

Ankerbalken sind Balken mit einem Nenndurchmesser von normalerweise nicht weniger als 10 mm Durchmesser. Sie liegen waagerecht und bilden die Decke oder das Fundament. Das sichtbare Ende des Ankerbalkens nennt man Balkenkopf. Sie dienen zum Halten oder Stützen von Querbewehrungsstäben oder dem Gebinde. Die Aussparung im Ankerbalken für die Verankerung des Gebinde nennt man Blattsasse. Man unterscheidet drei verschiedene Arten der Verankerung:

  1. eingehälster Ankerbalken
  2. eingezapfter Ankerbalken
  3. durchgezapfter Ankerbalken

Die Ankerbalkenbauweise ist traditionell eine sehr statische und stabile Bauweise und ermöglicht es sogar mehrere Stockwerke zu errichten. Die waagerechten Ankerbalken dienen gleichzeitig als Auflage für die Deckenkonstruktion der einzelnen Geschosse. Die Ankerbalkenbauweise hat viele Vorteile, doch können aufgrund von Ansammlungen von Feuchtigkeit im Holz schwerwiegende Problemen wie Risse, Versickerung, Unebenheiten und Schimmel entstehen. Bleiben diese unbehandelt, dann kann dies zu strukturellen Schäden am Gebäude führen.

 

Synonyme: Ankerbalkenfundamente,Oberrähm

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