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Notstromaggregate

Begriff Definition
Notstromaggregate

Notstromaggregate stellen eine Versorgung mit elektrischer Energie sicher, sollte es zu einem Stromausfall kommen. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, angefangen bei der mobilen 2- und 4-Takt Ottomotoren-Version, über das stationäre Dieselmotoren-Aggregat, bis hin zu Batteriespeichern, die aus Photovoltaikanlagen gewonnenen, überschüssigen Strom speichern.

Insgesamt unterscheiden sich die Notstromaggregate bezüglich Größe und Leistung. Kleinverbrauchern genügt sicherlich ein mobiles Kleingerät, um Licht und Strom für eine gewisse Zeit bereitzustellen. Der Betrieb erfolgt meist über einen 2- oder 4-Takt Ottomotor und darf ausschließlich im Freien stattfinden, da die dabei entstehenden Abgase gesundheitsgefährdend sind. Ebenso muss der dazugehörige Treibstoff ausschließlich außerhalb des Wohngebäudes, und zwar aufgrund von Explosionsgefahr, aufbewahrt werden.

Besteht ein höherer Energiebedarf, wie beispielsweise in Hochhäusern oder Mehrfamilienhäusern, ist ein stationärer Generator durchaus empfehlenswert und teilweise sogar vorgeschrieben. Bei Stromausfall gewährleistet er den Betrieb von Fahrstühlen, Löschanlagen und Notbeleuchtungen. Eine regelmäßige Inbetriebnahme und Wartung ist dabei unerlässlich, um potenzielle “Standschäden” wie Lagerfestsetzung oder chemischer Zerfall des Diesels zu unterbinden. Meist erhalten diese Art von Notstromanlagen Unterstützung von einer USV, einer unterbrechungsfreien Stromversorgung.

Sie sorgt dafür, dass in Sekundenbruchteilen die Stromversorgung weiterhin gewährleistet ist, bis die Aggregate für den Notstrom aktiv sind. Für bewohnte Hochhäuser finden sie seltener Anwendung. Häufiger kommen USV beispielsweise in Krankenhäusern, IT-Unternehmen mit Serverräumen oder Firmen mit chemischer Anlagensteuerung vor oder sind sogar gesetzlich vorgeschrieben, da es sonst zu nachhaltigen Schäden bei einem Unterbruch der Energieversorgung kommen kann.

Eine weitere Variante eines (Not-) Stromerzeugungsaggregates funktioniert über die Photovoltaikanlage auf dem Hausdach. Insgesamt besteht dieses System aus einer Brennstoffzelle, einem Elektrolyseur, einer Lüftungsanlage inklusive Wärmerückgewinnung sowie einem Speicher aus Lithium-Ionen-Batterien. Überschüssiger Solarstrom wird dabei zur Wasserstoffherstellung genutzt und in Druckgasflaschen gesammelt.

Zusätzlich zu der Investition in ein Notstromaggregat sind laufende Kosten für den Austausch von Betriebsmitteln wie Benzin oder Diesel, periodische Testläufe und Wartung einzukalkulieren, sollte es zu keinem Stromversorgungsunterbruch des öffentlichen Netzes kommen.

 

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Synonyme: Stromerzeugungsaggregat, Netzersatzanlage

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