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Tipps für den pflegeleichten Garten

Sie wünschen sich einen üppig blühenden Prachtgarten ohne stunden- und tagelangen Pflegeaufwand? Mit der richtigen Pflanzenauswahl, einem gut durchdachten Konzept und einigen intelligenten Tricks bei der Umsetzung können Sie beides haben: einen reich blühenden Garten mit einem geringen Pflegeaufwand.

Eines sollten Sie vorab jedoch bedenken: Die Natur ist lebendig und ständig in Veränderung, deshalb gibt es keinen Garten ohne Pflege. Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein: Ihr Garten kommt nicht ohne Ihr gärtnerisches Bemühen aus.

Eine gute Planung ist wichtig

GartenUnabhängig davon, ob Sie ein Grundstück neu zu einem Garten gestalten wollen oder einen bereits bestehenden Garten umnutzen oder umgestalten wollen. Lernen Sie zuerst die Licht- und Bodenverhältnisse des Grundstücks kennen. Denn nur, wenn Sie wissen, wie viel Licht die Pflanzen haben werden und wie genau die Bodenverhältnisse sind, können Sie die richtigen Pflanzen für den jeweiligen Standort auswählen. Eines ist jedoch sicher, für jede Bedingung in Ihrem Garten gibt es die passenden Spezialisten.

Lassen Sie sich Zeit bei der Planung, denn eine intelligente Planung, kann den Pflegeaufwand in Ihrem Garten auf ein Minimum reduzieren. So können Sie sich mit einem Wegesystem die Arbeit in und an den Beeten erleichtern. Auch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem kann Ihnen viele Stunden Gießen im Sommer ersparen und Ihre Pflanzen sind immer mit der richtigen Menge Wasser versorgt.
Fakt ist: Um es später pflegeleicht zu haben, ist der Aufwand bei der Vorplanung höher.

Robuste Pflanzen für einen pflegeleichten Garten

Um den Pflegeaufwand in Ihrem Garten, bei gleichzeitig üppiger Blüte und möglicherweise reichhaltiger Ernte zu gewährleisten, ist es äußerst wichtig, auf robuste Pflanzen zu setzen. Denn mit robusten Pflanzen können Sie sicher sein, dass sich die Frostschäden an Ihren Pflanzen auf ein Minimum beschränken und dass Sie gesunde Pflanzen haben, deren Pflegeaufwand gegen Schädlinge, sich in engen Grenzen hält. Robuste Pflanzen bedeutet auch, dass Sie Pflanzen auswählen, die von Natur aus für genau diese Bedingungen vorgesehen sind. Wählen Sie zuerst Gehölze für Ihren Garten, hier stehen Ihnen Zierbäume, die nicht geschnitten werden müssen, zur Verfügung, wie zum Beispiel der langsam wachsende Fächer- oder Japan-Ahorn, Kugelahorn, Kugel-Robinie und Kugel-Trompetenbaum behalten ihre kugelige Form auch ohne jährlichen Formschnitt. Auch einige Sträucher kommen ohne Schnitt aus und möchten am liebsten in Ruhe wachsen, wie die Zaubernuss (Hamamelis), der Glockenhasel (Corylopsis) oder Rhododendron, der nur aus optischen Gründen in Form geschnitten wird. Bei der Gestaltung mit Stauden setzt man vor allem auf ausdauernd blühende Sorten, wie den gelben Sonnenhut, Frauenmantel, verschiedenen Storchschnabelsorten, Schafgarbe oder auch Malven. Bei der Beetgestaltung sollte eher auf langlebige Stauden gesetzt werden, als auf einjährige Sommerblumen, da diese viele Jahre in den Beeten verbleiben können und so erheblich weniger Pflegeaufwand benötigen. Außerdem überstehen Stauden, die gut in den Beeten eingewurzelt sind Trockenperioden während des Sommers besser, als Sommerblumen, die ständig gewässert werden müssen.

Pflegeleichter Gemüsegarten

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten steht bei Hobbygärtnern hoch im Kurs. Der Wunsch nach einem pflegeleichten Gemüsegarten stellt den Gärtnernden jedoch vor eine Herausforderung. Aber auch ein pflegeleichter Gemüsegarten ist mit einigen Tricks machbar.

  • Setzten Sie auf Mischkulturen, dann begünstigen und schützen sich die Pflanzen gegenseitig.
  • Eine lästige und zeitaufwendige Beschäftigung im Gemüsegarten ist das Jäten von Wild- oder Unkräutern. Abhilfe schafft hier eine Mulchdecke aus Stroh, Grasschnitt oder Mulchfolie.
  • Eine Gründüngung im Herbst oder auch als Zwischenkultur versorgt den Boden mit Nährstoffen und verhindern das Wachstum von Unkraut.
  • Verwenden Sie einen Gartenkalender, der Sie über die besten Pflanzzeiten und den nötigen Fruchtwechsel informiert.
  • Pflanzen Sie am besten heimische Sorten, das bringt den meisten Ertrag, gesunde Pflanzen und wenig Schädlinge.
  • Verwenden Sie Schneckenschutzzäune um Ihre Beete und damit Ihr wertvolles Obst, Gemüse und den Salat vor dem großen Hunger der Schnecken zu bewahren.

Immer beliebter werden Hochbeete. Diese haben einige Vorteile für den Gärtner, der einen pflegeleichten Garten haben möchte. Ein Hochbeet lässt sich rückenschonend bewirtschaften. Unkraut und Schnecken haben wenig Chancen. Auf einer überschaubaren Fläche kann dank Mischkultur ein großer Ertrag erzielt werden und es sieht gut aus im Garten.

Pflanzen für extreme Standorte

Wie bereits festgestellt, hängen ein pflegeleichter Garten und die Auswahl von Pflanzen für den jeweiligen Standort, eng zusammen.

Flächen mit extremer Sonneneinstrahlung

Gartenecken mit extremer Sonneneinstrahlung und damit einhergehend anhaltender Trockenheit gestalten Sie am besten mit Stauden wie Lavendel, Malven oder der Spornblume. Aber auch verholzende Kräuter, wie Salbei, Rosmarin, Currykraut oder Thymian vertragen trockene Böden und bieten neben schönen Blattstrukturen, einen tollen Duft und lang anhaltende Blüten. Denken Sie für die trockenen Stellen in Ihrem Garten auch an alle Sempervivumarten.

Schattige Gartenecken

Schattige Gartenecken oder Flächen, die im Schatten von Gebäuden liegen, sind häufig Sorgenkinder der Gärtner. Das muss nicht sein, denn auch für diese Herausforderungen gibt es Pflanzenspezialisten, wie zum Beispiel das vielseitige Efeu. Denken Sie doch einmal an eine weiß-panaschierte Sorte, die bringt Licht und Abwechselung in schattige Ecken. Aber auch Stauden, wie der Blauen Eisenhut, Akelei oder Fingerhut blühen im Schatten zuverlässig. Wichtig ist darauf zu achten, dass all hier genannten Schattenblütenstauden giftig sind!
Sie haben Gartenflächen mit extrem saurem Boden? Auch das ist kein Problem, denn besonders Rhododendren fühlen sich hier wohl und blühen üppig. Aber auch Azaleen, Bergenien und Lupinen gedeihen auf sauren Böden und erfreuen den Gärtner jedes Jahr mit ihren schönen Blüten. Farne sind tolle Strukturpflanzen für saure Böden.

Rosen für pflegeleichte Gärten

Selbst der Gärtner, der sich einen pflegeleichten Garten wünscht, muss auf Rosen nicht verzichten, obgleich Rosen als anspruchsvolle Pflanzen gelten. Mittlerweile gibt es Rosen, die sich selbst ausputzen, wie zum Beispiel die reinweiße "Escimo" oder die rosafarbene "Larissa", eine kleine Strauchrose, mit gefüllten Blüten. Da diese Rosen die verblühten Blütenköpfe samt Stiel abwerfen, kann auf den aufwendigen Sommerschnitt verzichtet werden.

Auch ein pflegeleichter Garten braucht einige Zeit, bis er zusammengewachsen ist. Mit der richtigen Auswahl an Pflanzen wird aus Ihrem Garten ganz alleine ein blühendes Paradies. Mit einer klugen Wahl an Bodenbelägen hält sich auch die Pflege der Gartenwege in Maßen. Bedenken Sie vor Ihrer Wahl, dass Natursteinwege wunderschön sind, Sie jedoch mit einem erhöhten Pflegeaufwand leben müssen. Auch Zäune und Gartenmöbel können ohne großen Pflegeaufwand zu einem schönen Gesamtbild beitragen. Wählen Sie pulverbeschichtetes Aluminium oder feuerverzinkten Stahl und erfreuen sich an deren Langlebigkeit.

Ab 1. August 2017 bundesweit einheitliche Regelung...
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