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Stromanbieter beim Einzug in ein neues Haus wechseln?

Es gibt einige Errungenschaften der Menschen, auf die wohl niemand mehr verzichten möchte. Die Bereitstellung, die Nutzung und das bloße Vorhandensein von Strom im eigenen Heim ist wohl eines der besten Beispiele für diese These. Wir sind es gewohnt, einen Schalter zu betätigen und schon springt das Licht an. Nahrungsmittel halten auf eine unkomplizierte Weise länger - nur, weil uns ein Kühlschrank zur Verfügung steht. Doch wie ist das eigentlich mit dem Strom, wenn ein Umzug in ein neues Haus ansteht?

Einfach einpacken und mitnehmen, ist keine Option. Der Stromanbieter muss von dem Umzug informiert werden; einige Hausbesitzer überlegen auch, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Aber funktioniert der Wechsel bei einem Umzug ohne Hürden und auf welche Details, sollte ein Nutzer achten, wenn er einen neuen Vertrag abschließt? Dieser Artikel setzt sich mit den Punkten auseinander.

Anbieterwechsel bei Umzug - ja oder nein?

Es ist immer sinnvoll, bei einem Umzug alle Verträge einmal durchzusehen und zu überlegen, welche davon unberührt bleiben können und welche Verträge aufgelöst oder durch einen neuen Anbieter ersetzt werden können. Der Stromvertrag gehört auf jeden Fall dazu. Doch gibt es Unterschiede innerhalb der alten Verträge. Nicht jeder Umzug ermöglicht den sofortigen Wechsel des Anbieters und nicht alle Verträge sind gleich aufgebaut:

  • Umzug innerhalb des Versorgergebiets
    Befindet sich das neue Haus innerhalb des alten Netzgebietes, erlauben Stromanbieter nicht immer eine direkte Vertragsauflösung. Nun bleibt der Versorgungsvertrag auch nach dem Umzug noch bestehen. Er kann jedoch mit der normalen Kündigungsfrist aufgelöst werden. 

  • Umzug außerhalb des Netzgebietes
    In diesem Fall ist ein sofortiger Anbieterwechsel möglich.

  • Besondere Vertragsinhalte
    Je nach Stromanbieter gibt es spezielle Klauseln, die bei einem Umzug greifen. Manchmal besteht ein Sonderkündigungsrecht, das bei einem Umzug greift. Diese Punkte machen es bereits klar: Ein Blick in den bisherigen Stromvertrag ist immer notwendig. Je nach Vertragsart können Kunden nun tätig werden. Schließt der Vertrag einen sofortigen Wechsel durch den Umzug aus, müssen Stromkunden dennoch nicht auf ewig bei ihrem Anbieter bleiben.

    Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Vertragskündigung
    J
    eder Stromvertrag besitzt ein Kündigungsrecht. Spätestens zum Ende des Vertragsjahres ist eine Kündigung immer möglich. Besitzt der Vertrag eine einmonatige Kündigungsfrist, kann der Wechsel sehr schnell nach dem Umzug stattfinden. Wer rechtzeitig kündigt, ist sogar aus dem Vertrag draußen, wenn der Umzug begonnen wird.

    2. Sonderkündigungsrecht
    Hat der Vertrag längere Kündigungsfristen, besteht weiterhin die Hoffnung auf einen vorzeitigen Wechsel. Sobald der Stromanbieter die Preise erhöht, kann der Vertrag vorzeitig aufgelöst werden. Hier greift das Sonderkündigungsrecht. Aber Vorsicht: Das Recht betrifft ausschließlich Preiserhöhungen, die alleinig durch den Anbieter hervorgerufen werden. Steigen die Kosten, die der Staat auf den Strom aufrechnet, ist eine Sonderkündigung nicht möglich.

Grundsätzlich ist es immer zu empfehlen, sich mit einem Preisvergleich und einem eventuellen Wechsel des Anbieters zu beschäftigen. Das trifft insbesondere auf Kunden zu, die bislang bei dem Grundversorger Kunde waren. Dessen Preise sind zumeist deutlich höher als die Gebühren anderer Anbieter.

Wie groß ist das Sparpotenzial?

Wie viel Geld Stromkunden durch einen Wechsel sparen können, hängt natürlich vom bisherigen Vertrag und dem neuen Anbieter ab. Kunden in der Grundversorgung können teils bis zu 70 Prozent der Stromkosten durch einen Wechsel sparen. Um den Vergleich korrekt durchzuführen, sollten vorab mehrere Punkte berücksichtigt werden:

  • Stromverbrauch
    In der Regel muss der Stromverbrauch bei einem Wechsel angegeben werden. Der vermutliche Verbrauch wird anhand der Personen im Haushalt berechnet. Es hilft aber auch ein Blick in die bisherige Abrechnung. Doch Vorsicht: Betrifft der Umzug einen Wechsel von einer Mietwohnung in ein Haus, steigt der Stromverbrauch oftmals an.

  • Stromart
    Natürlich kommt stets der gleiche Strom aus der Steckdose. Wer durch den Wechsel aber zu einem Anbieter von Strom aus erneuerbaren Energien wechseln möchte, zahlt in der Regel ein wenig mehr.

Was ist beim Wechsel zu beachten?

Das Wechseln des Stromanbieters ist sehr einfach. Wurde ein guter Anbieter gefunden und ein Vertrag abgeschlossen, kümmert dieser sich um die Anmeldung des Vertrags bei der Bundesnetzagentur und führt den Wechsel automatisch durch. Kunden sollten nur zusätzlich eine Kündigung beim alten Anbieter durchführen. Dennoch kann der Wechsel Hürden beinhalten, die mit dem Neuvertrag in Verbindung stehen:

  • Bonuszahlungen
    Etliche Stromanbieter bieten Bonuszahlungen, wenn der Vertrag für eine bestimmte Dauer eingegangen oder über den Zeitraum heraus verlängert wird. Die Bonuszahlung sollte auf den Abschlag angerechnet und nicht erst nach einem Vertragsjahr ausgezahlt werden. 

  • Sicherheit
    Sehr günstige Stromanbieter oder Anbieter mit einem hohen Bonus sind teilweise mit Vorsicht zu genießen. Das gilt insbesondere, wenn die Kosten für ein Jahr im Voraus bezahlt werden sollen. Meldet der Anbieter während der Vertragslaufzeit Insolvenz an, erhalten bisherige Kunden nur in den seltensten Fällen ihr Geld zurück.

  • Kündigungsfristen
    Neue Stromverträge sollten kurze Kündigungsfristen haben. Sie sind zwar oft ein wenig teurer als Jahresverträge, erlauben aber mehr Spielraum bezüglich eines weiteren Wechsels.

  • Paketpreise
    Wird der neue Abschlag anhand der geschätzten Verbrauchssumme berechnet und wird die Summe mehr oder weniger eingehalten oder unterschritten, erhalten Stromkunden einen Teil ihrer Abschläge zurück. Allerdings haben viele Anbieter eine Mindestabnahmemenge. Wer darunter liegt, zahlt zumeist eine Strafe, die die Rückzahlungssumme erheblich verringert.
    Diese Punkte lassen sich durch einen guten und sinnvoll durchgeführten Vergleich der Stromanbieter aber gut berücksichtigen und aus dem Raum schaffen.
     

Fazit - der Wechsel ist immer eine Überlegung wert

Ob passend zu einem Umzug oder innerhalb eines Jahres, ein Wechsel des Stromanbieters kann immer sinnvoll sein. Zumindest ein Anbietervergleich ist bei einem Umzug ratsam. Erlaubt es der bisherige Vertrag, sofort bei Umzug zu kündigen, ist der Wechsel überhaupt kein Problem. Ist der sofortige Wechsel vertraglich ausgeschlossen, haben die Stromkunden Glück, die bereits vorher auf eine kurze Kündigungsfrist geachtet haben. Nun ist der Wechsel innerhalb eines Monats möglich - und die Kosten für die Stromversorgung sinken.

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