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Smart-Home-Systeme für das Haus der Zukunft

Wer heute einen Neubau plant, der sollte von Anfang an das Thema Smart Home berücksichtigen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.

Drei Viertel der Deutschen setzen auf das Smart Home

HausautomationBei einem Neubau würden 77 Prozent der Deutschen Smart-Home-Anwendungen integrieren. Dies ergab zumindest eine Umfrage von Statista im Auftrag von Interhyp. Ganz vorne steht dabei das Thema Sicherheit. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) würde eine Überwachungsanlage installieren lassen. Dahinter folgen der Wunsch nach einer digital gesteuerten Heizungsanlage (49 Prozent) und einer smarten Beleuchtung (46 Prozent). Hier steht der Aspekt des Energiesparens im Mittelpunkt. Die Umfrage deckt sich mit den offiziellen Analysen von Statista zum Thema Smart Home: Prognosen erwarten in den kommenden Jahren ein jährliches Umsatzwachstum von 13,2 Prozent. Die Penetrationsrate soll von 19,2 Prozent im Jahr 2020 auf 39,5 Prozent im Jahr 2025 steigen.

Anders gesagt: Das Smart Home ist schon jetzt nicht mehr aus deutschen Haushalten wegzudenken. Häuslebauer sollten von Anfang an die besten Voraussetzungen für ein umfassendes jederzeit erweiterbares System schaffen.

Smart-Home-Systeme im Alleingang oder vom Profi?

Schon jetzt bieten Spezialisten wie ELV umfangreiche Smart-Home-Systeme renommierter Hersteller an. Die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern bietet viele Vorteile: Die Techniker wissen genau, welche Komponenten wo installiert werden müssen und wie sie eingerichtet werden. Die Steuerung über die eigene Smartphone-App wird ausführlich erklärt. Kommt es zu Problemen, ist Hilfe nur einen Telefonanruf entfernt. Dazu sind die Experten stets über technische Neuerungen informiert und können im Laufe der Zeit zahlreiche Erweiterungen hinzufügen.

Wer das Smart-Home-System selbst einrichten will, der braucht zumindest Grundkenntnisse im Bereich Computer- und Netzwerktechnik. Dies beginnt schon bei der Bauplanung. Gerade bei größeren Häusern und weitläufigen Grundstücken kann eine Funkverbindung oft nicht reichen. Ein verkabeltes Bussystem ist zuverlässiger und weniger anfällig für Störungen. Hier ist es praktisch, wenn gleich beim Hausbau zusätzliche Leitungen für die Kabel verlegt werden. Diese können sogar bis zum Ende des Gartens geführt werden, um beispielsweise ein Gartentor per Kamera zu überwachen.

Wichtige Komponenten für das moderne Smart Home

Je mehr Komponenten von Anfang an eingeplant werden, umso leichter ist später der Ausbau. Die drei wichtigsten Aspekte umfassen die Sicherheit, die Heizung und die Beleuchtung.

Beim Thema Sicherheit wird zwischen zwei Komponenten unterschieden: Schutz vor natürlichen Gefahren und Schutz vor Einbrüchen. Der bekannteste Gefahrenmelder ist der Rauchmelder, der heute in allen 16 Bundesländern Pflicht ist. Durch die Integration ins Smart Home lässt sich das Haus leichter überwachen. So kann das Smartphone nachts auf dem Nachttisch Alarm schlagen, wenn der Rauchmelder im Kinderzimmer oder in der Garage Aktivität meldet. Weitere Gefahrenmelder können vor Gaslecks schützen oder vor Überflutungen im Keller. Kommt es zu einem heftigen Wolkenbruch mit Starkregen, kann die App während des Arbeitstages im Büro Bescheid sagen, dass zu Hause der Keller vollläuft. Dies erlaubt es dem Besitzer, entweder selbst nach Hause zu eilen oder einen Nachbarn um Hilfe zu bitten.

Genauso wichtig ist heute eine effektive Alarmanlage zum Schutz des Eigentums. Hier punktet das Smart Home mit seiner Vielfalt. Stellen Sensoren ein unbefugtes Betreten des Geländes fest, können sie helle Lichtquellen aktivieren und Rollläden herablassen. Moderne Videosprechanlagen bieten die Sicherheit, keine ungebetenen Gäste hereinzulassen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Smart Locks die den klassischen Hausschlüssel überflüssig machen. Die Tür öffnet sich nur per Smartphone-App, Fingerabdruck oder nach Eingabe eines individuellen Codes. Für Sicherheit bei Abwesenheit sorgen Videokameras. Sie erlauben auch während des Urlaubs einen Blick in verschiedene Zimmer und auf den Außenbereich. Bemerken sie ungewöhnliche Aktivitäten, schlagen sie Alarm. Wichtig dabei: Die Kamera darf aus Datenschutzgründen nur das eigene Grundstück erfassen.

Energiekosten senken mit dem Smart Home

Neben verbesserter Sicherheit erhoffen sich die meisten Menschen sinkende Energiekosten durch das Smart Home. Sensoren können die Heizleistung beispielsweise automatisch an die tatsächliche Raumtemperatur anpassen. Kommt tagsüber die Sonne heraus und heizt das Zimmer auf, kann die Heizung entsprechend heruntergefahren werden. Dazu ist es heute noch oft so, dass die Heizung automatisch zu einem festen Zeitpunkt anspringt, auch wenn der Bewohner aufgrund einer abendlichen Veranstaltung viel später heimkommt. Das Smart Home erlaubt es, die Heizung aus der Ferne per Smartphone zu aktivieren – erst dann, wenn tatsächlich die Heimfahrt beginnt.

Umgekehrt trägt die Steuerung der Jalousien oder Rollläden im Sommer zu kühleren Räumen bei und reduziert den Einsatz der Klimaanlage. Registrieren Sensoren, dass sich das Wohnzimmer tagsüber durch intensiven Sonnenschein stark aufheizt, senken sie einfach die Rollläden.

Eine Mischung aus erhöhter Sicherheit und Energiekostensenkung stellt die moderne Beleuchtung dar. So können Hausbesitzer abends aus der Ferne Lichter einschalten, die potenziellen Einbrechern Anwesenheit vorgaukeln. Wurde beim morgendlichen Verlassen des Hauses vergessen, das Licht im Flur auszuschalten? Kein Problem: Sensoren schalten es automatisch ab, wenn längere Zeit keine Aktivität bemerkt wurde.

 

Bild: ©istock.com/AndreyPopov

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