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Rosen sind sensible Gartenschönheiten und benötigen viel Pflege

Mit ihrer Farbenvielfalt und betörendem Duft gilt die Rose zu Recht als Königin der Blumen. Als Topf-, Beet oder Kletterrose gehört sie zu den beliebtesten Pflanzen in Privatgärten, und jedes Jahr kommen neue Züchtungen auf den Markt. Allerdings ist die sensible Schöne auch recht pflegeaufwändig und anfällig gegenüber Schädlingen. Gartenfreunde müssen daher einiges beachten, um Wuchs und Blüte optimal zu fördern.

Rose passend zum Standort kaufen

Rosen im GartenSchon beim Kauf sollte man überlegen, wo die Rose im Garten stehen wird. Jede Sorte hat ihre eigenen Schwächen und Stärken und sollte daher passend zum Standort ausgewählt werden. Generell gilt, Rosen sind Sonnenanbeter und ihre Wurzeln brauchen Platz. Im Beet ausgepflanzt reichen sie bis zweieinhalb Meter in die Tiefe. Im Kübel können Rosen nur gedeihen, wenn dieser mindestens 50 Zentimeter tief ist.

Robuste, blühfreudige Sorten wählen

Tatsächlich ist der Pflegeaufwand vergleichsweise gering, sofern man besonders gesunde, robuste und blühfreudige Sorten wählt. Leicht zu erkennen sind pflegeleichte Rosen zum Beispiel am ADR-Prädikat, das sie als dankbare Dauerblüher auszeichnet und ihnen eine besondere Winterhärte und Widerstandsfähigkeit gegen Blattkrankheiten bescheinigt. Züchter wie Rosen-Tantau nehmen regelmäßig an der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) teil und haben eine ganze Reihe von Kletter-, Kleinstrauch-, Edel- und Nostalgierosen im Programm, die diese Kriterien erfüllen und damit gerade auch für Anfänger geeignet sind. Die ausgezeichneten Rosen kann man online unter www.rosen-tantau.com oder auch telefonisch (04122-7084) bestellen.

ADR - was bedeutet das?

Jedes Jahr kommen viele Rosenneuheiten in den Handel. Um Neuzüchtungen verwendungsgerecht beurteilen zu können, wurde Mitte der 50er Jahre die ADR-Prüfung ins Leben gerufen. Ein Arbeitskreis aus Vertretern des Bunds deutscher Baumschulen, Rosenzüchtern und unabhängigen Experten prüft und kürt im Rahmen der jährlichen Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) den Gartenwert neuer Rosenzüchtungen. Dazu werden über einen Zeitraum von drei Jahren die Rosen in den elf Sichtungsgärten ohne Behandlung durch Pflanzenschutzmittel kultiviert, beobachtet und getestet.

Was die dornigen Schönheiten brauchen

Um sich unnötige Arbeit im Rosengarten zu ersparen, ist es hilfreich, sich ein wenig mit den Grundbedürfnissen der dornigen Schönheiten auszukennen. Aus dem Topf lassen sich Rosen den ganzen Sommer über im Garten aussetzen. Dabei ist die Standortwahl besonders wichtig, denn die Rose liebt es sonnig und luftig. Der Boden sollte locker, luftdurchlässig, humos und schwach sauer (pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5) sein, denn auf Staunässe reagieren Rosengewächse sehr sensibel. "Heben Sie das Pflanzloch großzügig aus", erklärt Tantau Geschäftsführer Christian Evers, "damit die Veredelungsstelle - also der knotige Übergang von der Wurzel zum oberirdischen Trieb - etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt". Danach müsse das Erdgemisch nur noch locker eingefüllt, angetreten und kräftig angegossen werden.

Pilzbefall vorbeugen

Rosen leiden häufig unter Mehltau, Rosenrost oder Sternrußtau. Um solchen Pilzbefall von Anfang an einzudämmen, sollten die Pflanzen einen sonnigen, luftigen Standort ohne Zugluft haben. Die Blätter können so nach dem Regen gut abtrocknen. Auf dem Markt gibt es inzwischen auch viele homöopathische Stärkungsmittel, die der sensiblen Rose von Innen her gut tun und sie widerstandsfähiger machen. Die Zellstruktur wird gestärkt, das Wurzelwachstum angeregt und die Pflanzen entwickeln mehr Blüten.

Regelmäßig düngen

Zum Ausbringen der flüssigen Pflanzenstärkungsmittel bei Kübel-, Topf oder Beetpflanzen eignet sich ein Handsprüher aus dem Fachhandel. Neu auf dem Markt ist zum Beispiel der Rose Star von Birchmeier. Der Flüssigkeitsbehälter ist mit einer 26 Zentimeter langen, biegbaren Verlängerung ausgestattet, an deren Ende sich die Düse befindet. Das Gerät sprüht in jeder Position, sogar wenn man es schräg oder kopfüber halten muss. Somit können auch die Blattunterseite oder das Innere der Pflanzen einfach behandelt werden. Die flüssige Kur sollte bis Ende August im Abstand von zwei bis drei Wochen gegeben werden.

Blattläuse bekämpfen

Leider tummeln sich im Sommer oft unzählige Blattläuse an den Stängeln und Blüten. Als Erste-Hilfe-Maßnahme gegen die Schädlinge hilft schon mal ein härterer Wasserstrahl. Sollten die Tierchen dann wieder kommen, können handelsübliche Mittel gegen Blattläuse helfen. Günstiger als fertige Mischungen sind Konzentrate, die direkt im Rose Star Handsprüher mit Wasser gemischt werden. Die beste Wirkung erzielt man, wenn man die Rosen tropfnass an den Blattober- und -unterseiten und auch im Inneren besprüht.

Einfache Behandlung der Blattunterseiten

Das neue Sprühgerät Rose Star eignet sich sowohl zum Ausbringen von flüssigen Pflanzenstärkungsmitteln als auch zur Bekämpfung von Blattläusen, Spinnmilben und Thripse oder bei Pilzbefall. Die Flüssigkeit wird dazu einfach in den 1,25 Liter fassenden Handsprüher eingefüllt. Die effiziente Druckspeicher-Pumpe erreicht bis 3 bar Betriebsdruck, wobei man das Sprühbild an der Messingdüse von Strahl bis zum feinen Sprühnebel einstellen kann. Das Sicherheitsventil kann gleichzeitig als Entlüftungshilfe betätigt werden. Dank der 360°-Funktion funktioniert das Gerät in jeder Position - zum Beispiel auch, wenn man den Sprüher kopfüber halten muss, um Blattunterseiten zu erreichen. Der Rose Star ist im Fachhandel erhältlich.

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