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Der Rohbau steht – Zeit für das Richtfest

Sobald der Rohbau eines Hauses inklusive Dachstuhl steht, wird traditionell das Richtfest gefeiert. Diese alte Tradition der Zimmerleute hat eine sehr lange Geschichte, und auch heute verzichtet kaum ein Bauherr darauf. Der Bauherr bedankt sich damit bei den Handwerkern und organisiert deshalb die kleine Feier mit Speis und Trank. Auch in der heutigen Zeit setzt man im Zimmererhandwerk noch sehr auf alte Bräuche und Rituale, das Richtfest hat für sie also eine besondere Bedeutung.

Das Richtfest ist auch für den Bauherrn eine gute Gelegenheit, erste Kontakte in der neuen Nachbarschaft zu knüpfen und sich somit gleich heimischer zu fühlen.

RichtfestDaran sollte der Bauherr beim Richtfest denken

Symbol für das Richtfest ist der Richtkranz, um den der Bauherr sich kümmern muss. Man kann den Kranz in einer Gärtnerei besorgen oder ihn alternativ auch selbst binden. Das Binden geht in etwa wie bei einem Adventskranz, man biegt aus Draht einen Kranz und umwindet ihn dann mit Ästen von Bux oder der Thuja. Zum Schluss bringt man noch ein paar bunte Bänder an, und fertig ist der Richtkranz. Als Alternative kann man aber auch einen kleinen Richtbaum verwenden, dazu bietet sich zum Beispiel eine kleine Fichte oder Tanne an, diese kann man ebenfalls mit bunten Bändern versehen.

Während des Richtfestes bringt der Zimmermann das Bäumchen oder den Kranz dann am Dachstuhl an. Für den späteren Richtspruch sollte der Bauherr auch an eine Flasche Wein und ein Weinglas denken, dieses wird nach der Rede auf den Boden geworfen. Nach dem Richtspruch beginnt dann das eigentliche Fest, dann werden auf der Baustelle Essen und Trinken angeboten. Zu dieser Feierlichkeit lädt man meistens auch Freunde und Bekannte ein, diese können sich dann auch gleich ein Bild vom Baufortschritt machen.

 

Welche Geschenke bringt man zum Richtfest mit?

Wenn man zu einem Fest eingeladen ist, sollte man dem Gastgeber auch eine Kleinigkeit mitbringen, das gilt auch für das Richtfest. Es ist eine alte Tradition, den Bauherren zu diesem Anlass Salz und Brot zu schenken. Diese beiden Dinge sollen symbolisch dafür stehen, dass immer genug zu essen im Haus ist und keine Armut herrscht.

Natürlich muss man sich nicht an dieses traditionelle Geschenk halten. Viele schenken lieber nützliche Dinge für den Haushalt, Gartenzubehör oder auch Pflanzen. Was man zum Richtfest schenkt, bleibt also jedem selbst überlassen. Allerdings ist es so, dass Geschenke nur von den Gästen gemacht werden, die sich bisher nicht am Hausbau beteiligt haben. Den Handwerkern schenkt man bei dieser Gelegenheit nichts, für sie wird ja bereits das Richtfest ausgerichtet.

 

 

So läuft das Richtfest ab

Das Richtfest findet grundsätzlich an einem Wochentag statt, damit auch alle Handwerker problemlos während der Arbeitszeit daran teilnehmen können. Als Erstes wird der Richtkranz am First des Rohbaus fixiert, dann hält der Zimmermann den Richtspruch, um sich bei den Bauherren und beim Architekten zu bedanken. Gleichzeitig soll der Spruch Segen und Glück für die Bewohner des neuen Hauses bringen. Anschließend trinkt der Zimmermann einen Schluck und schleudert das Glas dann zu Boden, dabei muss es definitiv zerspringen, denn laut Aberglaube gibt es sonst Unglück.

Der Bauherr ist nun gefragt, er begibt sich auf den Dachstuhl und schlägt den letzten Nagel hinein. Da man auf der Baustelle feiert, sollte die Bewirtung möglichst einfach ausfallen. Häufig wird gegrillt, dazu gibt es Salate und verschiedene Getränke. Am besten leiht man sich für das Richtfest ein paar Bierzeltgarnituren beim Getränkelieferanten aus.

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