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Rauchmelder als Lebensretter im Eigenheim

Die meisten Todesfälle bei Bränden werden nicht durch Brandverletzungen, sondern durch Rauchvergiftungen verursacht. Brandgase sind hochgiftig und vor allem deshalb so tückisch, weil unser Geruchssinn im Schlaf nicht arbeitet und selbst einen stechenden Brandgeruch nicht wahrnehmen kann. Ein Rauchwarnmelder, der durch seinen durchdringenden Alarm die Menschen weckt, ist die effektivste Methode, sich und seine Familie beim Brand im Eigenheim vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Wie Rauchmelder funktionieren

Optische Rauchmelder
Optische Rauchmelder reagieren schnell und bieten bei Schwelbränden den besonderen Vorteil, dass sie Alarm auslösen, bevor überhaupt eine offene Flamme entstanden ist. Im Rauchwarnmelder befinden sich eine Lichtquelle und ein Fotoelement. Im Normalzustand trifft kein Licht auf das Fotoelement. Dringen jedoch Rauchpartikel ein, wird der Lichtstrahl durch die Verbrennungspartikel gestreut und trifft auf die Fotodiode. Der Alarm wird ausgelöst.

Laser-Rauchmelder
Lasermelder funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, erkennen jedoch noch kleinere Rauchpartikel als die optischen Rauchmelder. Statt einer Leuchtdiode wird hier eine Laserdiode eingesetzt.

Ionisationsrauchmelder
Ionisationsrauchmelder werden in Deutschland nur in Ausnahmefällen und unter strengen Auflagen eingesetzt, da ihre Messtechnik auf einem schwach radioaktiven Material basiert. In einer kleinen Messkammer ionisieren Alpha-Strahlen die Luft. Es wird ein Stromfluss messbar, der sich beim Eindringen von Rauchpartikeln verringert und den Alarm im Haus auslöst.

Unsere Empfehlung bei der Wahl des Rauchmelders:

Für den Einsatz im Haus eignen sich optische Rauchmelder und auch Lasermelder sehr gut, da die meisten Wohnungsbrände aus Schwelbränden entstehen. Ionisationsmelder reagieren dafür sensibler auf kleinste Rauchpartikel, wie sie typisch für manche Flammbrände sind.

Was Rauchwarnmelder kosten:
Die Kosten für einen Rauchwarnmelder liegen zwischen 5 und 30 Euro. Wer auf Nummer sicher gehen will, installiert in seinem Eigenheim Funkrauchmelder (ab 40 Euro pro Stück). Wird der Alarm bei einem der installierten Funkrauchmelder ausgelöst, so schlagen auch die anderen Rauchmelder im Haus automatisch Alarm.

 

Wo Rauchmelder installiert werden

Fachleute empfehlen, mindestens ein Gerät auf jeder Etage im Eigenheim anzubringen. Wer wirklich ruhig schlafen und alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen will, sollte jedoch darüber hinaus jedes Schlaf- und Kinderzimmer, die Flure sowie Keller- und Dachbodenräume ausrüsten. In Küche, Garage, Bad oder Heizungskeller ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlalarmen wegen Wasserdampf, Autoabgasen oder anderen Dämpfen zu hoch, hier kann auf eine Installation verzichtet werden.

Generell gilt für die Montage von Rauchmeldern:

  • Montieren Sie das Gerät stets an der Zimmerdecke, denn Rauch steigt immer nach oben.
  • Halten Sie mindesten 50 cm Abstand von der Wand, optimal ist die Raummitte.
  • Halten Sie Abstand zu Luftschächten und montieren Sie keine Rauchmelder im Bereich starker Zugluft.

 

Nur Rauchmelder mit Qualität bieten Sicherheit

Achten Sie beim Kauf eines Rauchmelders darauf, dass die Montage einfach durchzuführen ist, eine Mindestgarantie von 3 Jahren auf das Gerät vorliegt und Batterien mit einer langen Gebrauchsdauer verwendet werden. Geräte, die nur eine einfache Batterie enthalten, sind zwar preisgünstiger, erfordern aber häufige Batteriewechsel. Melder mit einer Lithium-Langzeitbatterie kommen dagegen mindestens zehn Jahre ohne einen Batteriewechsel aus.

Kaufen Sie nur Geräte, die nach DIN EN 14604 zertifiziert sind. Diese Norm legt fest, dass der Alarm laut genug ist und ein Warnton abgegeben wird, wenn die Haltbarkeit der Batterie sich dem Ende zuneigt. Rauchwarnmelder, die darüber hinaus mit dem Qualitätssiegel „Q“ ausgezeichnet sind, bieten eine hohe Stabilität, eine geringe Fehlalarmquote und eine geprüfte Langlebigkeit.

 

Rauchmelderpflicht

In vierzehn von sechzehn Bundesländern besteht inzwischen Rauchmelderpflicht in Privathaushalten. Berlin plant den verpflichtenden Einbau der Rauchmelder ab 2016, der Freistaat Sachsen hat diesbezüglich noch keine Planungen.

Was passiert, wenn im Haus entgegen der Rauchmelderpflicht kein Gerät installiert ist?
Nichts, solange es nicht brennt. Kommt es zum Brand mit Personenschaden, wird jedoch von den Ermittlungsbehörden die Frage nach den Rauchwarnmeldern gestellt. Speziell Vermieter, die ihrer Installationspflicht nicht nachgekommen sind, haben dann mit großen Problemen zu rechnen.

Die jeweiligen Landesbauordnungen regeln im Wesentlichen, dass in Neu-, Um- und Bestandsbauten in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren Rauchwarnmelder installiert werden müssen. Für bereits bestehende Wohnungen werden Nachrüstfristen gewährt.

Unabhängig davon, ob die Installation von Rauchwarnmeldern fürs Eigenheim oder für die Mietwohnung gesetzlich vorgeschrieben ist, empfehlenswert ist sie in jedem Fall.

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