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Private Hausbauer können sich freuen: Die KfW hat nie mehr Geld für sie bereitgestellt

Angesichts der historisch niedrigen Zinsen überlegen sich viele Deutsche, sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Auch energetische Sanierungen stehen hoch im Kurs. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) greift dabei vielen Immobilienkäufern, Bauherren und Sanierern unter die Arme.

2016: das Jahr der Rekordförderung für energetisches Bauen und Sanieren

Noch bevor der jährliche Geschäftsbericht erschienen ist, gab die KfW am 1. Februar 2017 eine Pressemitteilung heraus, die die wichtigsten Schlaglichter des Geschäftsjahrs 2016 enthielt. Der hier interessante Förderschwerpunkt Wohnen hat dabei stark zugelegt:

Während 2015 noch Förderzusagen in Höhe von 16,5 Mrd. Euro gegeben wurden, erreichten sie 2016 bereits ein Volumen von 20,8 Mrd. Euro. Davon entfielen auf das Programm Energieeffizient Bauen (Programmnr. 153) mehr als 11 Mrd. Euro; im Vorjahr waren es noch 7 Mrd. Euro gewesen. Der Tilgungszuschuss von bis zu 15.000 Euro sowie der niedrige Zinssatz ab 1 % (effektiv) dürften hauptsächlich für den großen Erfolg dieses Förderprogramms verantwortlich gewesen sein.

Das vergebene Fördervolumen aus dem Programm Energieeffizient Sanieren (Programmnrn. 151, 167) stieg ebenfalls an, wenn auch nicht so drastisch: Während es 2015 noch bei 3,4 Mrd. Euro lag, waren es 2016 immerhin 3,8 Mrd. Euro. Die Kredite werden zu einem Zinssatz ab 0,75 % und bis zu einer Höhe von 100.000 Euro vergeben. Auch ein Tilgungszuschuss ist möglich, wenn ein besonders hoher energetischer Standard erreicht wird.

In vergleichsweise geringem Umfang wurden auch Zuschüsse für das energieeffiziente Sanieren (Programmnr. 430) genehmigt. Sie sind nicht rückzahlbar und wurden 2016 in einer Höhe von 374 Mio. Euro in Anspruch genommen (2015: 190 Mio. Euro).

Hinter diesen Zahlen steckten 2016 mit fast 130.000 bewilligten Anträgen (2015: rd. 81.000) so viele wie nie zuvor.

Daran gab es auch Interesse

Unsere Gesellschaft altert, was mit dem Programm Altersgerecht Umbauen (Programmnrn. 159, 455) berücksichtigt wird. Hier können  KfW-Kunden zwischen einem Kredit und einem nicht rückzahlbaren Zuschuss wählen. Die Nachfrage war jedoch größer, als man das bei der KfW vorausgeahnt hatte: Die für das ganze Jahr 2016 zur Verfügung gestellten Mittel für Zuschüsse waren bereits im Spätsommer verbraucht. Für 2017 stehen deshalb Zuschüsse in Höhe von 75 Mio. Euro bereit; ein Jahr zuvor waren es nur 50 Mio. Euro.

Vergleichsweise gering war die Kreditsumme, die 2016 im Zuge der Programme zur Förderung des Wohneigentums (Programmnrn. 124, 134) vergeben wurden. 2015 betrug sie noch 5,4 Mrd. Euro und ging 2016 auf 4,9 Mrd. Euro zurück. An den Zinsen kann es nicht gelegen haben: Bei einem Kreditbetrag von bis zu 50.000 Euro pro Vorhaben wurde ein effektiver Jahreszins ab 0,75 % erhoben. Dabei spielen die energetischen Werte keine Rolle.

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