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Sie viel Geld hat die KfW 2017 für Bauen und Sanieren bereitgestellt

Angesichts der historisch niedrigen Zinsen überlegen sich viele Deutsche, sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Auch energetische Sanierungen stehen hoch im Kurs. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) greift dabei vielen Immobilienkäufern, Bauherren und Sanierern unter die Arme.

2017: wieder ein Jahr der Rekordförderung für energetisches Bauen und Sanieren

Noch bevor der jährliche Geschäftsbericht erschienen ist, gab die KfW am 5. Februar 2018 eine Pressemitteilung heraus, die die wichtigsten Schlaglichter des Geschäftsjahrs 2017enthielt. Der hier interessante Förderschwerpunkt Wohnen ist dabei erneut der Bereich mit dem größten Zusagevolumen:

Während 2016 noch Förderzusagen in Höhe von 20,8 Mrd. Euro gegeben wurden, erreichten sie 2017 immer noch 18,9 Mrd. Euro. Dabei wurden besonders die Zuschussprogramme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ sowie „Altersgerecht Umbauen“ am stärksten nachgefragt: Auf sie entfielen zusammen 59 % der Zusagen (2016: 49 %).Der Tilgungszuschuss von bis zu 15.000 Euro sowie der niedrige Zinssatz ab 1 % (effektiv) dürften neben der einfachen und schnellen Internet-Beantragung über das Zuschussportal der KfW (https://public.kfw.de/zuschussportal-web/) hauptsächlich für den großen Erfolg dieser Förderprogramme verantwortlich gewesen sein.

Das vergebene Fördervolumen aus dem Programm Energieeffizient Sanieren (Programmnrn. 151, 167) ist etwas gesunken: Während es 2016 noch bei 3,8 Mrd. Euro lag, waren es 2017 nur noch 3,5 Mrd. Euro. Die Kredite werden zu einem Zinssatz ab 0,75 % und bis zu einer Höhe von 100.000 Euro vergeben. Auch ein Tilgungszuschuss ist möglich, wenn ein besonders hoher energetischer Standard erreicht wird.

In vergleichsweise geringem Umfang wurden auch Zuschüsse für das energieeffiziente Sanieren (Programmnr. 430) genehmigt. Sie sind nicht rückzahlbar und wurden 2017 in einer Höhe von 466 Mio. Euro in Anspruch genommen (2016: 374 Mio. Euro).

Daran gab es auch Interesse

Unsere Gesellschaft altert, was mit dem Programm Altersgerecht Umbauen (Programmnrn. 159, 455) berücksichtigt wird. Hier können  KfW-Kunden zwischen einem Kredit und einem nicht rückzahlbaren Zuschuss wählen. Die Nachfrage war jedoch erneut größer, als man das bei der KfW vorausgeahnt hatte: Die für das ganze Jahr 2017 zur Verfügung gestellten Mittel für Zuschüsse waren bereits im Spätsommer verbraucht.  Diese Erfahrung hatte man bereits ein Jahr zuvor gemacht. Für 2017 standen deshalb Zuschüsse in Höhe von 75 Mio. Euro bereit; ein Jahr zuvor waren es nur 50 Mio. Euro. Ende 2017 war noch nicht klar, ob das Fördervolumen erhöht werden würde.

Vergleichsweise gering war die Kreditsumme, die 2016 im Zuge der Programme zur Förderung des Wohneigentums (Programmnrn. 124, 134) vergeben wurden. 2015 betrug sie noch 5,4 Mrd. Euro und ging 2016 auf 4,9 Mrd. Euro zurück. 2017 fiel das vergebene Kreditvolumen mit 4,2 Mrd. Euro noch geringer aus. An den Zinsen kann es nicht gelegen haben: Bei einem Kreditbetrag von bis zu 50.000 Euro pro Vorhaben wurde ein effektiver Jahreszins ab 0,75 % erhoben. Dabei spielen die energetischen Werte keine Rolle.

 

 

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