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Die Zeit zum Hauskauf ist dank niedriger Zinsen günstig wie nie

Wer etwas Eigenkapital mitbringt, zahlt bei einer Laufzeit von 10 Jahren weniger als zwei Prozent. Dennoch sollte man so eine wichtige und große Investition nicht übers Knie brechen. Zwar weiß niemand, wie sich die Zinsen in der Zukunft entwickeln, ein plötzlicher Anstieg ist jedoch unwahrscheinlich, da die EZB bei einer ihrer letzten Sitzung den Leitzins bei 0,0 % belassen hat.

Genügend Zeit also, sich in Ruhe nach dem geeigneten Objekt umzusehen. Denn das ein Haus gekauft werden soll, steht für viele Bürger außer Frage: Ein Haus behält seinen Wert, auch wenn die Teuerungsrate steigt, wodurch die Kreditlast an Wert verliert. Die Miete wird eingespart und die eigenen Hausträume können verwirklicht werden - niemand redet einem rein, wenn es um Umbauten oder die Gartengestaltung geht. Wie aber findet man das richtige Haus?

 

Ein Haus auf Herz und Nieren prüfen

Bevor es an den Besichtigungsmarathon geht, sollte jeder Kaufwillige seine Mindestanforderungen schriftlich niederlegen. Wie viele Zimmer muss das Haus unbedingt haben, wie viele Bäder werden benötigt und wie hoch darf maximal der Kaufpreis sein? Paare und Familien sollten sich einigen, an welchen Punkten Flexibilität vorhanden ist, und welche unbedingt erfüllt sein müssen. Dann gilt es, geeignete Objekte ausfindig zu machen. Regionale Angebote finden sich in der Tageszeitung oder dem Wochenblatt, für mehr Überblick lohnt sich eine Onlinerecherche, zum Beispiel über Verivox Immobilien. In den Angeboten sind meist auch die Grundrisse abgebildet, sodass Interessenten sich ein genaueres Bild machen können.

 

Die Maklersprache verstehen

Manches Objekt hört sich interessant an, entpuppt sich jedoch als Enttäuschung. Natürlich stellen Anbieter nur die Schokoladenseiten eines Hauses dar, und betonen eventuelle Mängel nicht. Gut, wenn das Objekt dann in Augenschein genommen wird. Oft erweist sich die idyllische Lage als ganz ab vom Schuss, was eine Wertsteigerung unmöglich macht. Wird das zu verkaufende Haus als Liebhaberobjekt angepriesen, sollte man genau hinschauen: Es kann sich als baufällig erweisen.

Bei einem sehr günstigen Kaufpreis, der Sanierung voraussetzt, muss mit folgenden Zusatzkosten gerechnet werden:

  • Elektrik:
    Die Erneuerung der Elektrik kann mit 8000 Euro zu Buche schlagen. Moderne Haustechnik kostet mehr.

  • Böden und Wände:
    Ein neuer Boden schläft mit rund 30 Euro pro qm zu Buche. Wer Echtholz möchte, muss mehr investieren. Beim Streichen und Tapezieren lässt sich eine Menge sparen, wenn selbst Hand angelegt wird.

  • Fenster:
    Gerade die Energieeinsparverordnung macht die Modernisierung von Fenstern in gewissen Fällen unumgänglich. Hier fallen Kosten zwischen 15 und 70 Euro pro qm an. Hinzu kommen noch die Rahmen und der Einbau.

  • Sanitäranlagen:
    Ein neues Bad kostet zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Nach oben gibt es fast keine Grenze. Hat das Haus also veraltete sanitäre Anlagen, muss auch dieser Posten einkalkuliert werden.

Fazit:
Jetzt ist, was die finanzielle Lage betrifft, ein idealer Zeitpunkt für den Hauskauf. Eine sorgfältige Planung und Auswahl ist jedoch notwendig, damit das Projekt "Haus" zum Erfolg wird.

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