hbb_de

Der Wissensschatz von Hausbauberater.de

Informatives für Bauinteressenten, Bauherrn und Hausbesitzer.
Wir informieren regelmäßig über verschiedene Themen zu Haus, Garten, Bauen, Wohnen sowie Hausbau und Finanzierung.

Entwicklung der Baukosten von 2014 bis 2017

Bereits 2014 stiegen die Baukosten gegenüber 2013 um 1,8 %. Dieser Trend setzte sich fort, der Hausbau verteuerte sich im Laufe des Jahres 2015 nochmals um 1,6 Prozent. Zwischen Februar 2016 und 2017 sind die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude um wiederum ca. 2,6 Prozent gestiegen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt kürzlich vorgelegt hat. Demnach erhöhten sich allein im ersten Quartal des Jahres 2017 die Ausgaben um 1,1 Prozent.

Den größten Anteil an der Kostenexplosion haben Arbeiten am Rohbau (Maurerarbeiten), Heizung (Heizungsinstallation) und Innenausbau. Schon allein für Betonarbeiten müssen Bauunternehmen, Bauträger und damit auch die Bauherren, 3,2 Prozent mehr Geld ausgeben. Bei Maurerarbeiten verzeichnet das Statistische Bundesamt einen Anstieg von 1,9 Prozent. Und auch die Arbeiten am Dach haben sich in den letzten zwölf Monaten um 2,2 Prozent verteuert.

Steigende Anforderungen, steigende Preise

Ein großer Kostentreiber sind die steigenden Anforderungen an Neu- und Altbauten, allen voran die Ansprüche an ein energetisches Wohnen. Gebäude sollen immer weniger Energie verbrauchen. Das erfordert höhere Investitionen in den Bereichen Gebäudehülle (Mauerwerk, Fenster, Dach) sowie in der Heizungs- und Lüftungstechnik.

Zudem sind die Qualitätsansprüche der Bauherren hinsichtlich der Ausstattung gestiegen und auch der barrierefreie Hausbau hat in den letzten Jahren zugenommen.

Auch der Mindestlohn hat zumindest seit 2014 zum Teil zur Kostensteigerung beigetragen. Im Baugewerbe gilt seitdem ein einheitlicher Lohn, der seither jährlich steigt. Unterschiede gibt es zwischen den alten und neuen Bundesländern, sie gleichen sich jedoch immer weiter an. In fast allen Branchen hat der Mindestlohn zu einer kräftigen Lohnerhöhung für Arbeitgeber geführt. Über höhere Baukosten werden diese Ausgaben zum Teil erwirtschaftet.

Kostengünstiges Bauen wird aufgrund der technischen Anforderungen an ein Effizienzhaus und den damit verbundenen Auflagen immer schwieriger. 2017 muss ein Bauinteressent für ein schlüsselfertiges Haus nach den verschärften Vorgaben der Energieeinsparverordnung mit Baukosten um die 2.100 € pro m² Wohnfläche rechnen. In einigen Regionen Deutschlands werden diese Kosten wohl eher zwischen 2.200 und 2.500 € pro m² Wohnfläche liegen.

Dies sollte Bauherren aber nicht verleiten, auf das vermeintlich billigste Hausangebot zurückzugreifen, kommt es doch gerade beim Bauen auf das Verhältnis von Preis und Leistung an. Wenn die Preisangebote verschiedener Hausanbieter exorbitant voneinander abweichen, sollten Sie die Bau- und Leistungsbeschreibung intensiv prüfen.

Auch Sanierungen betroffen

Bestehende Gebäude genießen häufig einen Bestandsschutz, die Anforderungen sind daher niedriger als bei neuen Immobilien. Doch auch hier beklagen Bauherren steigende Baukosten. Für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden sind die Kosten um 2,9 Prozent gestiegen. Die energetischen Anforderungen drehen dabei besonders stark an der Preisschraube.

Ausbauarbeiten haben sich um 2,6 Prozent verteuert, wobei Tischlerarbeiten hier stark ins Gewicht fallen. Moderne Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen führen dazu, dass die Kosten in diesem Bereich um drei Prozent nach oben geschossen sind.

Trend zum Selbstversorgen aus dem eigenen Garten
Gartenhaus richtig dämmen

Ähnliche Beiträge

© 2017 Hausbauberater