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Ein Hochbeet selbst bauen

Viele Menschen finden Hochbeete inzwischen attraktiver als die Bepflanzung auf dem herkömmlichen Flachbeet. Und es ist kein Hexenwerk, ein solches Beet selbst zu bauen. Wir geben die wichtigsten Tipps dazu.

Viele verschiedene Pflanzen können in Hochbeeten kultiviert werden, in den Beeten selbst oder in den Spalten der Trockenmauern. Das Beet sollte so gestaltet werden, dass es zu dem Garten und auch zum Haus passt. Je nach Wahl der Pflanzen kann das Beet in der Sonne oder auch im Schatten liegen. Es wird mit gut durchlässigem Substrat gefüllt.

Standort

Für die meisten Alpen- und Steingartenpflanzen sollte das Hochbeet an einem offenen, sonnigen Standort und nicht im Schatten von z. B. Bäumen liegen. Im Schatten gedeihen nur ausgesprochene Waldpflanzen sowie Gewächse, die einen kühlen Standort lieben. Liegt das Hochbeet im Rasen, wird das Mähen durch eine Begrenzung aus Pflaster- oder Ziegelsteinen knapp unter der Grasnarbe erleichtert.

HochbeetMaterial und Gestaltung

Hochbeete können aus Stein, Ziegeln, alten Eisenbahnschwellen u. a. geeigneten Materialien errichtet werden. Steine haben ihren Preis, neue oder gebrauchte Ziegel oder Eisenbahnschwellen sind preiswerter zu haben und leichter zu verarbeiten. Das Beet kann in jeder beliebigen Form angelegt werden, sollte aber mit der Gesamtanlage des Gartens harmonieren. Am häufigsten findet man rechteckige Beete. Ideal ist eine Höhe von 60 - 75 cm, aber auch ein gestuftes Beet sieht gut aus und ist bei begrenztem Platz eher zu empfehlen. Die Breite sollte für eine leichte Pflege nicht mehr als 1,5 m betragen. Die Mitte muss in Armlänge liegen, damit von allen Seiten Unkraut gejätet werden kann. Große Beete brauchen meist ein Bewässerungssystem, verlegen Sie Wasseranschlüsse, bevor das Bett mit Substrat gefüllt wird.

Bau des Hochbeetes

Die Stützmauern eines Hochbeetes stehen senkrecht, einfache Ziegelstärke reicht aus. Sie werden wie normale Mauern mit Mörtel gebaut, nur sollten Sie in Abstand Spalten für die Bepflanzung auslassen. An der Basis benötigt man Öffnungen für die Drainage. Hochbeete können auch durch Steinmauern gestützt werden. Die Errichtung einer Steinmauer ist ziemlich zeitaufwendig, da jeder Stein sorgfältig gewählt und platziert werden muss. Hier bleiben zwischen den Steinen große Spalten für die Pflanzen. Bei Eisenbahnschwellen ist eine Bepflanzung von Spalten nicht möglich.

Erde für Hochbeete

Verwenden Sie eine Mischung aus drei Teilen Lehm, zwei Teilen grobem Torf oder saurem Laubhumus (oder Gartenkompost) und 1-2 Teilen Kies oder grobem Sand. Für Pflanzen, die saures Substrat verlangen, verwendet man kalkfreien Lehm oder Kies. Bei einem Pflanzensortiment mit unterschiedlichen Bodenbedürfnissen wird ein großes Beet mithilfe von Plastikfolien in Abschnitte geteilt und mit entsprechender Erde gefüllt.

Vorbereitung des Hochbeetes

Füllen Sie das untere Drittel mit grobem Kies, Steinen oder Schutt und geben Sie eine Schicht umgedrehte Rasenziegel darüber, damit sich das Drainagematerial nicht verstopft. Füllen Sie das Beet mit vorbereitetem Substrat, das sich auch gut in den Ecken verteilt und wiederholt angedrückt werden muss. Geben Sie Langzeitdünger zu. Da sich jedes Beet etwas setzt, lässt man es nach dem gründlichen Wässern zwei bis drei Wochen liegen. Eingesunkene Stellen werden vor dem Pflanzen mit Substrat aufgefüllt.
Felsbrocken verschönern das Hochbeet und geben ihm das Aussehen eines Ministeingartens. Setzen Sie verschieden große Steine ins Substrat, um auch für besondere Pflanzen geeignete Standorte zu schaffen. Eine Gruppe von Steinen wirkt besser als überall verstreute Bröckchen.

Bepflanzung

Machen Sie sich einen Plan oder stellen Sie die Pflanzen zuerst zur Probe auf das Beet, um das Arrangement zu begutachten. Zwergkoniferen und kleinere Sträucher, horst- und polsterbildende Alpenpflanzen, kriechende Gewächse an den Rändern und einige kleine Zwiebeln und Knollen sind ideal. Stellen Sie Ihr Sortiment so zusammen, dass es ganzjährlich etwas bietet. Nach dem Pflanzen gibt man als Abschluss, passend zu den Steinen, groben Kies darüber. Verteilen Sie eine 1 cm dicke Schicht um die Pflanzen und unter den Wurzelkronen. Das sieht hübsch aus, unterdrückt das Unkraut und reduziert die Verdunstung. Wässern Sie regelmäßig, bis die Pflanzen eingewachsen sind.

Winterschutz

Viele Pflanzen leiden unter übermäßiger Feuchtigkeit im Winter. Sie können mit Glas oder Kunststoffabdeckungen geschützt werden. Beschweren Sie diese mit z. B. Ziegeln, um Sie gegen den Wind zu schützen. Abdeckungen werden im Spätherbst aufgelegt und im Frühling entfernt.

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