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Die besten Wohntrends 2018

In Magazinen und auf Einrichtungsmessen sind sie zu sehen, die aktuellen Trends für das Haus, von denen einige das Potenzial haben, zu echten Dauerbrennern zu werden. Wir haben sie unter die Lupe genommen und ihre Zukunftstauglichkeit überprüft.

Hygge wird zu Lagom

Hygge ist vielen Einrichtungsfans ein Begriff, denn der nordische Stil avancierte vom Geheimtipp zum Mainstreamlook. Hygge heißt wörtlich übersetzt „gemütlich“, was bedeutet, dass man es sich in seinen vier Wänden mit flauschigen Decken, hübscher Dekoration, Kerzen, Kissen und Holzmöbeln kuschelig macht. Das kann an der einen oder anderen Stelle durchaus auch überhandnehmen, sodass der neue schwedische Trend „Lagom“ für viele Einrichtungsfans wie gerufen kommt. Ähnlich wie im Hygge-Style sind die Farben bei Lagom eher natürlich, knallige Töne kommen nicht vor. Cremeweiß, Braun, Beige aber auch Anthrazit bestimmen das Bild. Doch Lagom unterscheidet sich deutlich von Hygge, denn es macht Schluss mit der übertriebenen Plüschigkeit und setzt an ihre Stelle die Philosophie, dass alles ausgewogen, im Gleichgewicht sein sollte. Das bezieht sich nicht nur, aber auch auf die Einrichtung.

Die Balance halten

Die Schweden machen es vor und pendeln sich ein zwischen Überfluss und Askese. Schon der Philosoph Aristoteles empfahl die „Goldene Mitte“ als stimmiges Lebenskonzept. Und so beruht auch Lagom darauf, weder zu viel noch zu wenig von allem zu haben. Das bezieht sich auf Möbel, Dekoration, Farben und alle anderen Elemente des Wohnens. Das Ergebnis ist eine ausgewogene Umgebung, in der man sich einfach wohlfühlen kann.

Der Zukunftscheck:

Wer sich heute nach den Prinzipen von Lagom einrichtet, wird auch morgen noch seine Freude daran haben. Dass dieser Wohnstil universal ausgerichtet und nur bedingt an spezielle Elemente geknüpft ist, macht ihn zeitlos.

Edles Licht mit schicken Designerleuchten

Beleuchtung ist eines der wichtigsten Themen bei der Einrichtung. Das beginnt bei den Fenstern, die das wertvolle natürliche Licht einströmen lassen, und geht weiter über die künstlichen Lichtquellen im Inneren, die maßgeblich für das Gefühl verantwortlich ist, das ein Raum in uns erzeugt. Werden wir darin wach und aufmerksam, weil er in einem kühlen und hellen Licht erstrahlt, oder vermittelt er uns ein Gefühl von Gemütlichkeit und Entspannung, weil warme, vielleicht sogar indirekte Lichtquellen den Raum beleuchten?

Doch Lampen und Leuchten können noch viel mehr sein, nämlich ein Designelement, mit dem das Interieur eines Raumes aufgewertet wird. Wer so etwas in seinen vier Wänden verwirklichen will, der greift am besten zu einzigartigen Designerleuchten, die durch ihre außergewöhnliche Formensprache und die künstlerische Verarbeitung echte Hingucker sind. Ja, Leuchten können Kunst sein. Ob eine skulpturenartige Pendelleuchte von Artemide, zwischen dessen biomorphen „Lichtsteinen“ die Helligkeit hin und her gespiegelt wird, oder eine Stehleuchte in Form einer großen Mondsichel von Kundalini, oder eine der Lampen von Tim Dixon, die wie ein geschmolzener Goldnugget aussehen, die Auswahl ist riesig und die Designs aufsehenerregend.

Designerleuchten gibt es für die Montage an der Wand, an der Decke oder zum freien Aufstellen als Steh- oder Tischleuchten.

Der Zukunftscheck:

Ein Designerstück im Haus ist durchaus mit einem Gemälde oder einem anderen Kunstwerk vergleichbar und ist dadurch eine Investition in die Zukunft.

Pastelltöne und Shabby Chic

Rosa, Hellblau und zartes Gelb sind aktuellen Trendfarben im Wohnbereich, die unter anderem sehr gut mit den beliebten Einrichtungsstilen Landhaus und Shabby Chic harmonieren. Die luftige Pastellpalette umfasst ebenfalls die Töne Mintgrün und Lavendel und lässt sich hervorragend mit größeren, weißen oder cremefarbenen Flächen und Möbeln aus Massivholz kombinieren. Die hellen Farbtöne eignen sich theoretisch für jeden Raum und können entweder als Wohnaccessoires wie Kissen, Vasen oder Keramik Einzug halten oder direkt auf eine oder mehrere Wände gebracht werden. Die Wirkung ist luftig, fröhlich und leicht, besonders in Kombination mit Shabby Chic Elementen.

Der Shabby Style beruht auf dem Prinzip, tatsächlich alte Möbel gewollt nachlässig aufzubereiten oder neue Möbel auf alt zu trimmen, was bei Teilen aus massivem Holz am besten funktioniert. Diese werden abgeschliffen und in mehreren Schichten nicht deckend gestrichen oder anderen Prozessen des künstlichen Alterns ausgesetzt. Original antike Stücke findet man auf dem Flohmarkt oder bei Haushaltsauflösungen. Keramik und Leinen gehören ebenso zu diesem Stil wie Accessoires aus Metall, frische Blumen und ein eher schnörkeliger Look.

Der Zukunftscheck:

Nun ja, Einrichtungsstile kommen und gehen und mancher Dekorationsfan liebt es, seinem Zuhause immer wieder einen neuen Style zu verpassen. Wie lange man sich also mit dem Shabby Chic umgeben will, liegt ganz am eigenen Geschmack, aus der Mode wird der Look jedenfalls nicht so schnell kommen.

Gartentrends 2018

Der Garten wird immer mehr zu einer Erweiterung des Wohnraums, was auch  der Beliebtheit des Landhausstils geschuldet ist, bei dem natürliche Elemente und vor allem ein lebendiger Garten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt werden. Im Garten Trends zu folgen, ist allerdings nicht unbedingt ratsam, denn ehe die „Trendpflanzen“ richtig ausgewachsen sind, wartet schon die nächste Mode. Der Garten ist immer ein Langzeitprojekt, er kann jedoch wesentlich vielfältiger und individueller sein, als man es sich vor einigen Jahren noch hätte träumen lassen. Darum zählt der individuelle Garten zu den schönsten Trends in 2018.

Der Individualismus hat in unserer Gesellschaft einen wachsenden Stellenwert, was sich auch in den Gärten der Nation spiegelt. Ob Urban Gardening auf dem Dach, ein minimalistischer Zen-Garten oder die üppige Vielfalt eines Landhausgartens, erlaubt ist, was den Besitzern gefällt und ihre Persönlichkeit widerspiegelt. Auch das das Thema Biodiversität spielt dabei eine wachsende Rolle. Eine vielfältige Bepflanzung mit nützlichen, einheimischen und vielleicht beinahe vergessenen Sorten erschafft einen Reichtum, der außerhalb der eigenen vier Zaunreihen immer mehr verloren zu gehen scheint. Bewusstes Gärtnern impliziert auch, für Insekten, Vögel und andere Kleinlebewesen bewusst Lebensräume zu schaffen und damit einen Teil zur Erhalt der heimischen Artenvielfalt beizutragen. Auch das kleinste Insektenhotel kann dabei schon einen großen Nutzen haben.

Der Zukunftscheck:

Mit den Jahren wird der Garten immer schöner, sodass jeder Handschlag, den man ihm tut, ein Handschlag für morgen ist.

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