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Dämmung der Kellerdecke

Keller werden in der Regel nur als Abstellräume benutzt und nicht beheizt. Im Winter betragen dort die Raumtemperaturen zwischen sechs und zehn Grad Celsius, während darüber befindliche Wohnräume häufig eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius aufweisen. Folglich entstehen durch Strömung von Wärme in einem Haus Wärmeverluste. Hausbesitzer müssen bei unbeheizten Kellern durch Kälte, die bis in das Erdgeschoss ziehen kann, mit höheren Energiekosten rechnen.

Keine Verpflichtung zur Dämmung

Die zuletzt zum ersten Mai 2014 geänderte Energieeinsparverordnung (EnEV) enthält eine Reihe von Verpflichtungen, beispielsweise das Dach beziehungsweise die obere Geschossdecke zu dämmen oder alte Heizungsanlagen zu modernisieren. Eine Verpflichtung, die Kellerdecke zu dämmen, besteht nicht.

 

Energetische Qualität

Der Wärmeverlust wird durch einen Koeffizienzwert, genannt "U-Wert", angegeben. Dieser U-Wert gibt den Wärmeverlust über eine Fläche bei einem Temperaturunterschied von einem Grad Celsius an. Je höher der Wärmedurchgangskoeffizient ist, umso schlechter ist die Dämmeigenschaft eines Stoffs. Tritt ein Temperaturunterschied von einem Grad Celsius ein, beträgt der Verlust 1,5 Watt pro Quadratmeter Kellerdecke. Dabei kann bei einer 75 Quadratmeter große Kellerdecke im Winter die Menge von 1.125 Watt Energie vom Wohnzimmer in einen ungeheizten Keller strömen. Die Dämmung der Kellerdecke führt dazu, dass nicht nur der U-Wert deutlich verbessert wird, sondern auch entstehende Energiekosten reduziert werden.

 

Dämmung von Kellerdecken

Wer die Kellerdecke in einem Haus dämmt, muss darauf achten, dass das Material über eine geringe Wärmeleitfähigkeit verfügt. Platten aus Polystyrol oder mineralischen beziehungsweise künstlichen Fasern sind in jedem Baumarkt erhältlich. Die Platten werden einfach von unten an die Decke geklebt oder gedübelt, wobei die Stärke der Dämmschicht mindestens sechs Zentimeter betragen sollte. Eine Kellerdeckendämmung kann jederzeit ohne Gerüst durchgeführt werden. Da am Äußeren eines Hauses nichts verändert wird, müssen keine Vorgaben berücksichtigt werden. Hausbesitzer müssen jedoch darauf achten, dass Rohrleitungen, die sich an der Decke befinden, für folgende Baumaßnahmen markiert werden. Heimwerker können die anfallenden Arbeiten oft selbst übernehmen. Dämmplatten sind für zehn bis fünfzehn Euro pro Quadratmeter in Baumärkten erhältlich. Dabei kann sich die Dämmmaßnahme schon nach etwa fünf Jahren durch die erfolgte Energieeinsparung rechnen.

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