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Hausbau-Trends im Jahr 2018

Wie wohl die Zukunft des Wohnens im Zeichen von verstärkter Individualisierung und demografischen Wandel aussehen wird? Darüber haben sich immer wieder diverse Trendforscher in Form von Zukunftsprognosen beschäftigt. Stadtwohnungen werden immer knapper, Familienstrukturen verändern sich und das Umweltbewusstsein steigt. Einige zukunftsweisende Trends zeichnen sich bereits jetzt ab, die in neuen Wohn- und Hausbau-Formen Ausdruck finden.  Natürlich, nachhaltig und smart – das ist der Trend für den Hausbau der Zukunft.

Trend 1: Natürliche und ökologische Materialien

Der Wunsch nach naturbelassenen und ökologisch vertretbaren Materialien in den eigenen vier Wänden wird immer größer. Kaum ein Bauherr besteht noch auf PVC-Beläge oder künstliche Materialien, wenn dies zu vermeiden ist. Ein riesiger Markt für natürliche Baumaterialien und nachhaltig produzierte und langlebige Innenausstattungen ist entstanden. Ökologische Dämmstoffe aus Holzfasern beispielsweise können in der Innen- und Außendämmung verwendet werden. Das natürliche Material ist vielseitig einsetzbar und gilt als rentable Sanierungsmaßnahme. „Vielfach tut sich die Frage auf: Ist „öko“ nicht auch teuer? Wer darauf schnell eine Antwort möchte, schaut sich am besten bei Online-Baustoffhändlern um, die konventionelle und ökologische Baustoffe anbieten.“

Wer ökologisch bauen will, für den ist die Verwendung von naturbelassenen Bau- und Dämmstoffen ein unverzichtbarer Aspekt. Das Hauptkriterium dabei ist, dass die Materialien direkt aus der Natur stammen: Natursteine, Lehm, Holz und Ziegel oder Fasern aus Hanf, Flachs, Stroh oder Recyclingmaterialien. Auch die eingesetzten Bodenbeläge sollten in einem ökologisch errichteten Haus nur aus Naturmaterialien wie Leinöl, Linoleum, Parkett oder Kork stammen. Bei Farben gilt der Einsatz von Naturfarben und Lacken auf pflanzlicher Basis. Mensch, Haus und Natur rücken beim ganzheitlichen Verständnis vom Bauen immer näher zusammen.

Trend 2: Energieautarke oder ressourcensparende Wohnhäuser

Immer wieder belegen Studien-Ergebnisse die Bedeutung von Energieeffizienz für deutsche Hausherren im Bereich Hausbau. In einer repräsentativen Studie aus dem Jahr 2014 hat mehr als ein Drittel der Befragten angegeben, dass in der Ausstattung des Eigenheims ein nachhaltiger Umgang mit Energie vor allen anderen Kriterien das Wichtigste darstellt. Hier geben sich ökologisches Bewusstsein und der Wunsch, an der richtigen Stelle zu sparen, die Hand.

Umgesetzt werden diese Prioritäten in energiesparenden Baukonzepten wie Niedrigenergie- und Passivhäusern sowie dem Einsatz von Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen. Hintergrund ist dabei zum einen die in Zukunft stark ansteigenden Preise für fossile Brennstoffe, aber auch der Wunsch, eine selbstbestimmte und autarke Energieerzeugung in die Praxis umzusetzen. Zurecht, eine Solarthermie-Anlage spart nachweislich bis zu 60 Prozent der Energie-Kosten für Warmwasseraufbereitung. Die Investitionskosten für die Montage dieser Anlagen erhöhen dabei nicht nur den Wohnwert des Eigenheims, sie sind auch über staatliche Fördermaßnahmen finanzierbar.

Hausdächer mit eingebauten Solar- oder Photovoltaikanlagen tauchen immer häufiger auf.

Trend 3: Smartes Wohnen

Der Einsatz von digitalen Steuerungssystemen wird auch in Zukunft weiter in den Haushalten Einzug halten. Mit Hilfe von diversen Programmen und speziellen Apps sind jetzt schon viele Systeme wie Heizung, Elektrogeräte, Sicherheitssysteme oder Beleuchtung über mobile Geräte steuerbar. Was sind die Vorteile dabei? Mit der intelligenten Vernetzung von Smartphones und Tablets wird einerseits eine Menge Energie und damit verbundene Kosten gespart. Diese Steuerungsmechanismen sind außerdem überaus bequem und komfortabel. Die Heizung per App von unterwegs an- und auszustellen oder elektronischen Geräte per Klick zu kontrollieren – diese Anwendungen sind äußerst praktische Features.

Smart Home – dieser Trend ist unaufhaltbar. In den neuesten Umfragen geben sich viele deutsche Hausbesitzer sehr technikaffin: Ein Viertel aller Befragten befürworten demnach intelligente Haustechnik oder smarte Unterhaltungselektronik.

Trend 4: Urban Gardening oder Wohnen im Grünen

Zwar wird der städtische Wohnraum auch hierzulande immer knapper, jedoch bleibt der Zuzug in städtische Ballungsgebiete weiter bestehen. Immer mehr Menschen möchten weder auf die Vorzüge des städtischen Wohnens noch auf die grüne Wohnumgebung verzichten. So wird verstärkt das Grün ins Haus geholt. Städtische Gartenanlagen oder gemeinschaftlich genutzte Gärten sind Ausdrucksformen für den Megatrend Urban Gardening. Hier spielen auch Regenwasseraufbereitung oder selbtversorgende Konzepte wieder eine Rolle. Wer nicht aufs Land ziehen kann, versucht sich die Natur ins Haus oder mit Fassadenbegrünung gar ans Haus zu holen.

Trend 5: Mini-Eigenheime oder Mikrohäuser

Endlich ein eigenes Heim – mit dem Bau von sehr kleinen Eigenheimen wird das auch für Hausherren mit kleinem Budget möglich. Mikrohäuser und Wohnungen im Mini-Format lassen den Traum von den eigenen vier Wänden auf höchst originelle Weise wahr werden. Viele dieser Tiny Homes sind dazu noch auf Rädern, so dass ein flexibler Wohnortswechsel mit dem Mini-Eigenheim einhergeht. Wohnen im Grünen ist dabei an vielen Orten möglich. Hier wird der Wunsch nach autarkem Wohnen mit höchstmöglicher Freiheit verbunden. Solche Häuser sind nichts für hemmungslose Konsumenten, denn die Reduktion auf das Wesentliche ist dabei Voraussetzung. Weniger ist hier mehr. Für Individualisten und originelle Hausherren ist dieser Wohntrend eine ganz eigene Herausforderung.

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