Bauratgeber Sachsen Anhalt

Einen Baum im Garten pflanzen

Insbesondere in einem etwas größeren Hausgarten gehören Bäume. Es gibt Koniferen, Laubbäume und Obstbäume. So unterschiedlich, wie die Baumarten sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen. Das sollte vor der Pflanzaktion unbedingt Beachtung finden. Es gibt noch einige weitere Aspekte, die nachfolgend näher beschrieben werden.

Einen geeigneten Standort wählen

In erster Linie kommt es darauf an, um welche Baumart es sich handelt. Obstbäume benötigen sehr viel Licht. Sie mögen aber nicht so gerne heftige Stürme. Daher sollte ein Obstbaum möglichst an einem windgeschützten sonnigen Platz eingepflanzt werden. Laubbäume, wie Eichen Buchen oder Weiden stellen geringere Ansprüche an den Standort. Sie wachsen auch im Schatten und vertragen starken Wind. Das Gleiche gilt auch für Nadelgehölze.

Jede Baumart benötigt aber auch einen ausreichenden Platz. Je mehr Platz sie bekommen, desto breiter und auch stabiler werden die Pflanzen. Stehen sie zu dicht nebeneinander, wachsen sie schnell in die Höhe. Dann sind die Baumstämme jedoch lang und dünn. Dadurch wird die Standfestigkeit stark beeinträchtigt. Zudem sollte daran gedacht werden, dass durch die mehr oder weniger großen Baumkronen auch sehr viel Schatten im Garten entsteht.

Wann ist die beste Pflanzzeit?

Bei den kleinen Setzlingen wird zwischen Wurzelware und Containerware unterschieden. Setzlinge in Form von Containerware befinden sich in etwas größeren Pflanzgefäßen. Sie sind bereits mit einem kräftigen Wurzelwerk ausgestattet. Daher können sie grundsätzlich zu jeder Zeit eingepflanzt werden. Bei Laubbäumen besteht jedoch die Gefahr, dass sie zunächst ihre Blätter verlieren. Erst im folgenden Jahr wachsen sie wieder normal.

Wurzelware ist deutlich günstiger als Containerware. Die jungen Setzlinge haben nur wenige Wurzeln. Diese sind meistens mit etwas Erde in einem Jutesack verstaut. Diese können ausschließlich während der Vegetationspause, also zwischen November und März eingepflanzt werden.

Das Pflanzloch richtig vorbereiten

Bei Setzlingen, die in Töpfen geliefert wurden, sollte das Pflanzloch etwas größer ausgehoben werden. Ideal wäre der doppelte Durchmesser des Topfes. Besonders wichtig ist, dass das Pflanzloch nicht zu tief ausgehoben wird. Obstbäume und auch viele andere Ziergehölze weisen im unteren Bereich eine Veredelungsstelle auf. Diese ist deutlich an einer Verdickung des Stamms zu erkennen. Die Veredelungsstelle muss sich nach dem Einpflanzen immer oberhalb des Erdbodens befinden.

Die Wurzeln richtig vorbereiten

Wird der junge Setzling aus dem Topf herausgenommen, sind manchmal sehr dünne Wurzeln erkennbar, die kreisförmig entlang des Topfes gewachsen sind. In dem Fall ist es erforderlich, den äußeren Bereich des Pflanzballens mit einem Spaten etwas aufzulockern, sodass die Wurzeln wieder seitwärts und nach unten wachsen. Wird diese Arbeit nicht gemacht, wachsen die Wurzeln ständig weiter im Kreis. Dadurch können sie dem Baum keinen ausreichenden Halt geben und ihn auch nicht mit Nährstoffen versorgen. Das führt schon nach wenigen Monaten zum Absterben der Pflanze.

So wird richtig eingepflanzt

Nachdem das Pflanzloch vorbereitet und der Wurzelballen etwas aufgelockert wurde, muss der Setzling möglichst gerade in das Pflanzloch gesetzt werden. Der Bodenaushub kann gerne mit etwas Pflanzerde oder Kompost vermischt werden. Wichtig ist, dass dieses Gemisch eine lockere Konsistenz besitzt. Dann haben es die Wurzeln deutlich leichter, sich auszubreiten. Zunächst sollte die aufgefüllte Erde etwas festgetreten werden. Anschließend ist eine Wässerung mit reichlich Wasser erforderlich. Dadurch wird der Wurzelbereich richtig schön eingeschlämmt.

Da es einige Zeit dauert, bis die Wurzeln der noch jungen Pflanze einen ausreichenden Halt geben, ist eine Unterstützung mittels kleinem Pfahl erforderlich. Dieser wird so in den Erdboden gerammt, dass er keine Schäden an den Wurzeln des Baums anrichtet. Der Pfahl sollte immer so eingerammt werden, dass er sich in der Hauptwindrichtung befindet. Der Baumstamm muss dann nur noch mit einem Band am Pfahl fixiert werden.

Die jungen Bäume richtig pflegen

Eine Düngung ist in den meisten Fällen nicht erforderlich. Nur auf sehr leichten Böden, in denen nicht viele Nährstoffe enthalten sind, kann eine Düngung erforderlich sein. Es sollten aber nur organische Dünger, wie Stallmist, Kompost oder Humus, verwendet werden. Besonders wichtig ist eine regelmäßige Wässerung. Im ersten Jahr nach der Pflanzung benötigen alle Bäume sehr viel Wasser. In den folgenden Jahren ist eine Wässerung nur dann erforderlich, wenn es außerordentlich trocken ist.

Fazit

Im eigenen Garten einen Baum zu pflanzen, ist also keine Wissenschaft. Das gelingt jedem Gartenbesitzer. Das Wachstum zu beobachten und vielleicht auch das erste Obst zu ernten, ist eine große Freude.

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