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Viele der in Deutschland angestrengten Bauprozesse stammen aus dem Bereich des Architektenrechts. In den meisten Fällen geht es um die Honorarforderungen des Architekten oder die Klärung von Haftungsfragen aufgrund von Planungs- oder Bauüberwachungsfehlern. Vielen Kunden ist auch nicht bewusst, ab wann die Akquise des Architekten quasi...

Viele der in Deutschland angestrengten Bauprozesse stammen aus dem Bereich des Architektenrechts. In den meisten Fällen geht es um die Honorarforderungen des Architekten oder die Klärung von Haftungsfragen aufgrund von Planungs- oder Bauüberwachungsfehlern. Vielen Kunden ist auch nicht bewusst, ab wann die Akquise des Architekten quasi automatisch in einen rechtsverbindlichen Vertrag übergeht.

Bei Haftungsfragen geht es überwiegend um die Höhe des vom Architekten zu zahlenden Schadensersatzes. So kann beispielsweise ein Planungsfehler zu einer Überschreitung der vorgesehenen Baukosten führen, weil aufgrund dessen Schäden am Gebäude aufgetreten sind. Hat sich der Architekt im Rahmen der Planung oder Überwachung schuldhaft verhalten, besteht für ihn keine Möglichkeit der Nachbesserung, wenn dadurch Fehler bereits in das Gebäude "eingearbeitet" worden sind. In Fällen dieser Art verurteilen Gerichte Architekten zu Schadensersatz oder einer Honorarminderung.

Geht es um Fehler bei der Abnahme des Gebäudes, stehen häufig Fragen der Verjährung im Mittelpunkt.

Auf den folgenden Seiten bieten wir Ihnen aus dem Themengebiet des Architektenrechts umfangreiche Informationen

Hinweis
Alle hier gemachten Angaben wurden genauestens recherchiert. Da wir jedoch kein Rechtsberatungsunternehmen sind, übernehmen wir keine Haftung für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit unserer Informationen. Wenn es um einen komplexeren Sachverhalt geht, sollte immer ein kompetenter Fachanwalt aufgesucht werden.

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Urteile des BGH zum Architektenrecht

Europäischer Gerichtshof kippt Honorarordnung: Welche Folgen hat das Urteil?

Seit dem 1. Januar 1977 gibt es die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Als Bundesverordnung regelte sie die Honorare für alle, die innerhalb Deutschlands an Projekten des Ingenieurbauwesens beteiligt sind. Die Vorgaben der HOAI schufen sowohl für die Auftrag gebende als auch die Auftrag nehmende Seite Klarheit über die Höhe des zu erwartenden Honorars. Die Regelungen setzten außerdem einen Honorarrahmen, der sowohl vor Preisdumping als auch Wucher schützen sollte.

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EuGH urteilt über Zulässigkeit der HOAI - Ende der gewohnten Honorarstruktur?

Architekten, Landschaftsarchitekten, Bauingenieure oder Umweltplaner kennen sie für ihren Bereich wie ihre Westentasche: die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). An ihre Struktur, die für jede Leistungsphase Mindest- und Höchsthonorare unterscheidet und die Schwierigkeit der jeweiligen Aufgabe in die Honorarermittlung einbezieht, haben sich die meisten Fachleute in diesen Berufen gehalten, und das schon seit mehr als 40 Jahren. Seit dem 1. Januar 1977 ist die HOAI in Kraft und wurde seitdem mehrmals modifiziert und den sich verändernden Gegebenheiten in der Baubranche angepasst. Doch nun rüttelt ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) an ihrer Existenz (Urteil v. 04. Juli 2019, Az. C-377/17).

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Schlussrechnung nach HOAI: die prüfbare Honorarrechnung des Architekten

Wenn Sie als Bauherr einen Architekten beauftragen, dann wird dieser nach Erbringung seiner Leistungen Ihnen eine Schlussrechnung zustellen. Sie ist rechtlich gesehen äußerst interessant. Das (restliche) Architektenhonorar wird nämlich erst nach Zugang dieser Schlussrechnung fällig. Der Bauherr ist dann also grundsätzlich verpflichtet, die Architektenleistungen zu bezahlen. Dies gilt natürlich nur, wenn diese Leistungen auch ordnungsgemäß erbracht worden sind und diese Schlussrechnung prüffähig ist. Doch was hat es mit der Prüffähigkeit auf sich?

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Aufklärungspflicht des Architekten bezüglich der Baukosten

Ein Bauherr will von seinem Architekten im Prinzip zweierlei: Dass er das Bauvorhaben gemäß seinen Vorstellungen plant und dabei gleichzeitig seine wirtschaftlichen Verhältnisse beachtet. Die zwischen Ihnen und Ihrem Architekten vereinbarte sog. maximale Baukostensumme darf also nicht überschritten werden. Überschreitet Ihr Architekt sie, macht er sich Ihnen gegenüber haftbar. So lautet die bisherige verbraucherfreundliche Rechtsprechung.

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Architektenvertrag: Normen und Vorschriften im Architektenvertragsrecht

Ein Architektenvertrag ist zunächst einmal nichts anderes als eine rechtsgültige Vereinbarung zwischen einem Auftraggeber (Bauherr) und einer Person, die Architektenleistungen erbringt. Er kommt üblicherweise durch die Abgabe eines Angebots und dessen Annahme zustande. Um genau zu verstehen, wo die Unterschiede zu anderen Vertragsverhältnissen sind, muss zunächst gefragt werden, was genau unter dem Begriff „Architektenleistungen“ verstanden werden kann.

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Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Die Geschichte der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) geht auf das Jahr 1971 zurück: Damals wurde in § 1 des „Gesetzes zur Verbesserung des Mietrechts und zur Begrenzung des Mietanstiegs sowie zur Regelung von Ingenieur- und Architektenleistungen“ die Ermächtigungsgrundlage für die Bundesregierung geschaffen, mit der Honorarordnung eine Rechtsverordnung zu erlassen. Damit sollte mehr Transparenz geschaffen und der Verbraucherschutz gestärkt werden. Dieser Prozess zog sich bis 1976 hin, als die erste HOAI in Kraft trat. Seitdem hat es mehrere Novellierungen gegeben, die dazu dienten, die HOAI an die sich ändernden Gegebenheiten im Bausektor anzupassen.

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Honorarklage des Architekten beim Streit um das Architektenhonorar

Kommt der Auftraggeber (Bauherr) den Honorarforderungen des Architekten nicht im vollem Umfang nach, muss er mit einer Honorarklage rechnen. Hier erfahren Sie mehr darüber:

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Architektenhonorar: Wie die Abrechnung des Architekten erfolgt

Das Honorar von Architekten und Ingenieuren wird anhand der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ermittelt. Bei der HOAI handelt es sich um eine verbindliche Bundesverordnung, die in unregelmäßigen Abständen modifiziert und vom Bundestag verabschiedet wird. Die Bindungswirkung folgt aus dem „Gesetz zur Regelung von Ingenieur- und Architektenleistungen“, gilt jedoch nur für Architekten und Ingenieure, die in den Bereichen Bauwesen, Architektur und Stadtplanung tätig sind. Für Ingenieure, die Leistungen in den Bereichen Vermessungswesen, Bauphysik, Umweltverträglichkeit und Bodenmechanik erbringen, gibt es lediglich nicht verpflichtende Regelungen.

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Das Urheberrecht für Architekten: Ein Überblick

Zu den urheberrechtlich geschützten Werken gehören vor allem musikalische, kreative sowie schriftliche Schöpfungen. Somit können prinzipiell auch Architekten als Urheber für ein Bauwerk gelten, wodurch sie spezifische Rechte genießen. Damit dies der Fall ist, müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen gelten. Welche das sind und wie ein Architekt im Falle einer Urheberrechtsverletzung vorgehen kann, erläutert der folgende Ratgeber.

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Photovoltaik: BGH entscheidet über Haftung bei mangelhaften Planungs- und Überwachungsleistungen

Dieses Urteil des Bundesgerichtshofs (Az. VII ZR 184/17 vom 10. Januar 2019) wird diejenigen interessieren, die mit der Planungs- und Überwachungsleistung in Zusammenhang mit dem Bau einer Photovoltaikanlage nicht zufrieden sind.

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Architekten haben keinen Anspruch auf die Übertragung der Schadensbeseitigung

2017 entschieden die Richter des Bundesgesetzhofs (BGH) in einem Streitfall, der zwischen einem Architekten und einem gegen ihn klagenden Bauherrn stattgefunden hatte (Az. VII ZR 242/13 vom 16. Februar 2017). Zum Sachverhalt: Der Bauherr hatte dem von ihm beauftragten Architekten für ein Bauprojekt sämtliche Leistungsphasen übertragen. Im Formularvertrag fand sich eine Klausel, wonach bei einem Schaden am Bauwerk, der für den Architekten die Folge hätte, mit Schadensersatzforderungen konfrontiert zu werden, er mit der Schadensbeseitigung betraut wird. Im verhandelten Fall ergab sich die Situation, dass der Auftraggeber den mangelnden Schallschutz der Wohnungstrennwände monierte und vom Architekten die Kosten für die Mängelbeseitigung verlangte. Seiner Ansicht nach waren dem Architekten Planungsfehler unterlaufen und er hatte die Objektüberwachung nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Nachdem die Klage des Bauherrn von den Gerichten der beiden ersten Instanzen zurückgewiesen worden war, hob der BGH deren Urteile nun wieder auf.

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Berufsrecht der Architekten (gesetzliche Grundlagen)

Bei einem Vertragsabschluss zwischen einem Bauherrn und einem Architekten kommen auch Auftraggeber automatisch mit dem Berufsrecht der Architekten in Berührung. Allerdings ist das Berufsrecht der Architekten nicht einheitlich geregelt: Die einzelnen Bundesländer haben ihre eigenen Vorschriften, denn das Recht der Architekten ist Ländersache. Ungeachtet dessen ähneln sich die einzelnen Vorschriften der Länder. Fakt ist zunächst, dass jeder Architekt Pflichtmitglied der für ihn zuständigen Architektenkammer ist. Diese haben die prinzipielle Aufgabe, ihre Pflichtmitglieder u. a. bei der Erfüllung ihrer beruflichen Aufgaben zu überwachen. Wenn Sie also persönlich Probleme mit Ihrem Architekten haben, besteht die Möglichkeit, sich direkt mit der zuständigen Architektenkammer ins Benehmen zu setzen. Oftmals kann sie vermittelnd zwischen Bauherren und Architekten eingreifen.

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Verjährung von Gewährleistungsansprüchen bei Verschulden des planenden und des überwachenden Architekten

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Wie bindend sind Baukostenobergrenzen?

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Die Vereinbarung von Baukostenobergrenzen – so urteilte der BGH

Um das Thema Baukostenobergrenzen ranken sich sowohl bei Architekten und Bauunternehmern als auch ihren Kunden einige Mythen. Hierzu gab es 2015 zwei interessante Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH).

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