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Bauplanung

 

Raumbedarf und Grundriss planen

BauplanungSicherlich haben Sie sich schon Gedanken über Ihr Wunschhaus gemacht und hier und  da einen Grundriss geplant. Bevor jedoch mit der eigentlichen Hausplanung begonnen werden kann, muss erst Ihr Bedarf ermittelt werden.
Aus dem Bebauungsplan kennen Sie schon die maximale Grundfläche und die Anzahl der Geschosse für Ihr Haus, die auf Ihrem Grundstück gebaut werden darf. Sie werden zunächst versuchen das maximale, was Grundstück und Geldbeutel zulassen zu planen.
Gehen Sie bei Ihren Planungen nicht nur vom jetzigen Bedarf aus. Überlegen Sie in dieser Phase auch, wie sich Ihre Familie und Wohnbedürfnisse in den nächsten Jahren verändern werden. Wird Ihre Familie noch wachsen? Oder werden die fast erwachsenen Kinder bald ausziehen? Benötigen Sie für häusliche oder freiberufliche Arbeit ein Büro – vielleicht sogar mit separatem Eingang?
Ihr Bauberater und Architrekt wird in einem persönlichen und ausführlichen Planungsgespräch gemeinsam mit Ihnen Ihre Vorstellungen konkretisieren und Ihnen wertvolle Tips geben, worauf Sie achten sollten. In diesem Planungsgespräch wählen Sie entweder eine Variante aus einem Katalog, welche natürlich speziell an Ihre Wünsche angepasst wird oder es werden direkt nach Ihren Wünschen durch einen Bauzeichner neue Pläne erstellt.

Größe und Anzahl der Räume im Eigenheim planen

Haus planenMit der Planung der Wohnräume erhalten Sie einen ersten Anhaltspunkt, welche Größenordnung die Kosten haben, die auf Sie zukommen werden. Für einen Quadratmeter Wohnfläche können Sie zur groben Abschätzung ca. 1.150 Euro ansetzen; da ist es sinnvoll, die Raumgrößen nach dem tatsächlichen Bedarf zu planen. Bei offenen Grundrissen, in denen einzelne Räume ineinander übergehen (offenes Wohnen) reduzieren Sie Trennwände und somit Materialkosten. Zudem schafft diese Hausplanung mehr Bewegungsfreiheit und man kommt mit etwas weniger Quadratmetern aus, ohne das es beengt wirkt.  Insbesondere der Wohn-, Ess- und/oder Kochereich eignet sich für die offene Planung.
Wählt man einen Grundriss mit annähernd gleich großen Zimmern, lassen sich die Räume und einzelne Bereiche später ohne kostenintensive Umbauten umnutzen. Die optimale Größe für solche funktionsneutralen Zimmer sind 16 bis 20 m². So kann ein Raum später geteilt und ein Kinderzimmer oder Arbeitszimmer gewonnen werden. Achten Sie auch bei der Anzahl und Wahl der Fenster sowie die Lage der Türen auf eine mögliche spätere Teilung. Andersherum können natürlich später auf diese Art und Weise zwei kleine Räume in einen größeren umfunktioniert werden, wenn die Kinder aus dem Haus sind oder das Büro nicht mehr benötigt wird.top

 

Aufteilung und Ausrichtung der Zimmer im Haus planen

Zimmer planenNachdem Sie festgelegt haben, wie viel Räume Sie benötigen und wie groß sie sein sollen, geht es jetzt daran die Lage der Räume sinnvoll zu planen. Ordnen Sie nun die Räume nach ihrer Funktion. Küche und Esszimmer, Schlafzimmer und Bad gehören zusammen. Eine geschickte Aufteilung sichert kurze Wege im Haus, verringert den Pflege- und Reinigungsaufwand und plant Ruhezonen ein. Die Küche sollte nahe dem Eingangsbereich liegen, damit Sie nicht mit dem Einkauf durch die ganze Wohnung müssen.
Das Wohn- und Esszimmer sollte nach Süden ausgerichtet werden, so sparen Sie im Winter Heizkosten. Der Grundriss des Hauses und die Ausrichtung der Zimmer zur Sonne bestimmen wesentlich die Energiebilanz des Hauses. Die Morgensonne im Bad auf der Ostseite sorgt schon am Morgen für gute Laune und bringt wohlige Wärme. Hauswirtschaftsraum und Schlafzimmer benötigen weniger Wärme und sollten daher eher nach Westen liegen. An der kalten Nordseite sind am besten Hauseingang, Treppenaufgang, Gäste-WC und Vorratskammern untergebracht. Diese Bereiche bieten eine zusätzliche Pufferzone zu den wärmeren Wohnbereichen. top

Wärmedämmung und Schallschutz

Eine geschickte Ausrichtung der Wohnräume in die entsprechende Himmelsrichtung kann  schon einiges für ein gutes Wohnklima tun. Außerdem spielen die verwendeten Baumaterialien eine entscheidende Rolle. Neben der Tragfähigkeit sollen die Wände eine gute Wärmedämmung und ausreichenden Schallschutz bieten. Zusätzliche Dämm-Maßnahmen, z. B. mit Hartschaum-Platten, Mineralwolle und eine wetterfeste Außenhaut sorgen für Vollwärmeschutz. top

 

Planungsunterlagen

PlanungsunterlagenZu jedem Bauvorhaben gehören konkrete Pläne. Nach der ausführlichen Bauberatung werden durch die Architekten die Planungsunterlagen für Ihr Haus fertig gestellt. Die Herstellung der Planungsunterlagen sollte Teil des Vertrages und in den Hauskosten enthalten sein.
Zu den Planungsunterlagen gehören der Vorentwurf, der Entwurf, die Unterlagen für den Bauantrag, die Statik, der Wärmebedarfsnachweis und die Werkplanung..
Gibt es für das Grundstück bzw. Baugebiet in welchem Sie bauen möchten keinen Bebauungsplan, empfiehlt es sich oft eine Bauvoranfrage stellen. Hierfür genügt eine einfache Beschreibung Ihres Bauvorhabens ggf. mit ersten Entwürfen. Für den Bauantrag müssen Sie die ausführlichen Baupläne und Grundrisse einreichen.
Auf der Website Wikipedia finden Sie ausführlich alles Wissenswerte über die einzelnen Phasen der Bauplanungtop

 

An das Alter denken!

Spätestens wenn die Kinder ausgelernt haben und das elterliche Haus verlassen, wird den meisten Eltern bewusst, dass ihr Eigenheim nun zu groß ist. Die Unterhalts- und Instandhaltungskosten für das Haus sind dann unnötig hoch. Viele Hausbesitzer würden dann gern einzelne Räume vermieten. Soll für die Untervermietung ein separater Wohnbereich mit eigenem Eingang geschaffen werden, sind im Nachhinein meist kostspielige Umbaumaßnahmen notwendig.
Besser ist es, schon bei der Hausplanung ans Alter zu denken und den Grundriss so anzulegen, dass problemlos ein separater Eingang nachgerüstet werden kann. Leerrohre in den Wänden ermöglichen das spätere Verlegen von zusätzlichen Leitungen. Wandkonstruktionen aus Gibsfaser-Platten lassen sich ohne Probleme versetzen. Wohnen dann auch noch junge Leute im Haus sollte auch an eine gute Schallisolierung gedacht werden. Decken aus Massivbaustoff schützen zuverlässig vor Trittschall.top

Gesund Bauen und Wohnen

Vermeiden Sie Belastungen durch Schadstoffe

gesundes Wohnen durch Einsatz durchdachter Baustoffe Rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung leidet an Allergien und damit verbundenen Erkrankungen. Bedingt durch veränderte Bauweisen und moderne Baustoffe gelangen immer mehr Schadstoffe in die Innenluft. Allergiker sollten deshalb besonders auf die Auswahl geeigneter Materialien achten.    
Der Bau eines „gesunden" und somit möglichst schadstofffreien Hauses setzt eine besondere Verantwortung aller am Bau Beteiligten voraus, denn eine Vielzahl der am Markt befindlichen Bauprodukte ist gesundheitsbedenklich. Mit einer gezielten Baustoffauswahl können Sie sich ein gesundes Wohnumfeld schaffen. Insbesondere im Innenraum sollten Sie möglichst auf natürliche Baustoffe auf mineralischer oder nachwachsender Basis setzen. Sind Allergien oder Unverträglichkeiten auf bestimmte Stoffe bereits bekannt in Ihrer Familie, sollten Sie schon bei der Auswahl der Baustoffe darauf achtem und zu Alternativen greifen. Je weniger Chemie zum Einsatz kommt, umso weniger Belastung. Menschen können auf fast alle Stoffe allergisch reagieren. Der Einsatz von chemisch behandelten Baumaterialien sollte deshalb weitgehend vermieden werden.
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Gesund wohnen mit Licht, Luft und Sonne

WohngesundheitGesundes Wohnen ist weitaus mehr als Schadstoffe aus dem eigenen Haus und Wohnbereich zu verbannen. Für die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden aller Familienmitglieder hat das Wohlfühlen und das Geborgensein im eigenen Wohnumfeld eine wichtige Bedeutung. Die Räume müssen Sicherheit, aber auch Behaglichkeit vermitteln. Sie dienen als Rückzugsmöglichkeit – nach getan Arbeit wollen Sie sich entspannen. In Ihren eigenen vier Wänden wollen Sie aber auch die Kontakte innerhalb der Familie und mit Gästen fördern und pflegen. Das stellt bestimmte Anforderungen an die Wohnung. Die Wohnungsgröße sollte ausreichend sein und genügend Bewegungsfreiheit bieten. Jedes Kind, jeder Erwachsene sollte ein eigenes Zimmer als Rückzugsmöglichkeit haben.
Kinder brauchen viel Bewegungs- und Spielfläche in der Wohnung und im Freien.
Die richtige Ausrichtung der einzelnen Räume zur Himmelsrichtung fördert ebenfalls das Wohlbefinden. Der Wohnraum und das Bad sollten viel Licht und Sonne erhalten und das Schlafzimmer gehört in den kühleren und ruhigsten Bereich.  Große Fensterflächen benötigen an heißen Sommertagen einen Sonnenschutz.
Angenehme Zimmertemperaturen und viel frische Luft sorgen ebenfalls für ein gesundes Raumklima. So sollten die Temperaturen für den Wohnbereich bei 20 bis 22 °C und für den Schlafraum um 17 °C.top

Barrierefreies Bauen und Wohnen

barrierefrei bauenWer bereits in der Planungsphase an die Bewegungsfreiheit im Alter denkt, ist gut beraten. Damit Sie als Hausbesitzer auch im Alter und mit einer Behinderung im eigenen Haus bleiben können, ist es wichtig, schon in der Planungsphase des Hauses die Vorraussetzungen für barrierefreies Wohnen zu schaffen. So bewahren Sie sich bis ins hohe Alter Ihre Unabhängigkeit und Selbständigkeit in den eigenen Wänden.
Nicht nur ältere Menschen schätzen die Vorteile des Wohnens auf einer Ebene ohne Stufen, denn Komfort ist keine Frage des Alters.

Der Eingangsbereich sollte wie auch der übrige Wohnbereich keine Stufen und keine Schwellen haben. Idealerweise wird das Wohnen auf einer Ebene ermöglicht. Lässt sich das nicht realisieren, sollte ausreichend Raum für den späteren Einbau eines Treppenlifts sein. Ausreichende Bewegungsflächen für Rollstühle – vor Sanitärobjekten sind Bewegungsflächen von 150 x 150 cm vorzusehen, an einer Seite des WC ist eine Bewegungsfläche von 90 cm Tiefe einzuplanen und die Eingangstüren sollten mindestens eine Breite von 90 cm haben. Für einen Rollstuhl gilt ein Wendemaß von 150 cm. Diese Breite sollte auch der Flur als Mindestmaß haben und sie sollte auch in den anderen Räumen zur Verfügung stehen. Tragfähige Innenwände für Haltesysteme und schwellenlose Duschen gehören heute zum Standard moderner Architektur.

Weitere interesante Informationen zum Thema "barrierefrei bauen" finden Sie unter http://nullbarriere.de/

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